30.05.2011

"Kulturmagazin"

Neu "041 - Das Kulturmagazin"

Redaktionsleiter Jonas Wydler zum Relaunch.

Das Luzerner "Kulturmagazin" heisst neu "041 - Das Kulturmagazin" und hat auch sonst einige Veränderungen erfahren. Es erscheint elf Mal jährlich und hat eine Auflage von 4'000 Exemplaren. Mit dem Relaunch ist das Heft ab sofort auch wieder an den Kiosken der Valora AG in der ganzen Schweiz erhältlich. Wie das neue Heft aussieht und was es ausmacht, zeigt der Redaktionsleiter Jonas Wydler im Interview mit "persoenlich.com":

Jonas Wydler, Ihr Heft heisst neu "041 - Das Kulturmagazin". Was bedeutet dieser Zahlenzusatz am Anfang?

Viele Zentralschweizer wissen wohl nicht, dass Sie mit dem Kulturmagazin ein vollwertiges Monatsmagazin haben, das unabhängig und kritische über das Geschehen berichtet - das geht weit über die Kultur hinaus. Mit dem Zusatz "041" tragen wir dem Rechnung. Die Zahl steht für ein Magazin für die Zentralschweiz, auch wenn die Kultur natürlich weiterhin unsere Kernkompetenz bleibt.

Sie haben den redaktionellen Teil ausgebaut. Was ist neu?

Das neue Layout ermöglicht uns viel flexibler mit Text und Bild zu arbeiten, je nach Thema kann das komplett variieren. Wie das ein Magazin heutzutage sollte, wollen wir die Leserschaft jedes Mal überraschen und Schwerpunkte setzen. Wir bringen weiterhin jeden Monat eine Schwerpunktgeschichte, wie jetzt im Juni die Reportage über das zukünftige Boomquartier Luzern Nord zwischen Luzern und Emmenbrücke. Neu sind einige Gefässe wie eine Bildkolumne des Fotografen Georg Anderhub, die literarische Kolumne des Schauspielers und Autors Jens Nielsen oder der Kultursplitter Schweiz mit Tipps unserer Partnermagazine. Weil wir das bisher Bewährte beibehalten, ist der redaktionelle Teil so umfangreich wie nie zuvor.

Jens Nielsen konnten Sie als Kolumnisten gewinnen. Über was schreibt er?

Ausgehend vom Bahnhof Luzern landet er an irgendeinem Punkt in der Zentralschweiz, den er mittels eines ausgeklügelten Zufallsgenerators ermittelt. Von dort sammelt er die Eindrücke, die er in der Kolumne verarbeitet - im Nielsentypischen Jargon. Der Illustrator Benedikt Notter illustriert die Geschichten.

Der redaktionelle Teil ist umfangreicher. Konnten Sie auch das Journalistenteam vergrössern?

Einen grossen Wechsel gab es im Frühling 2010 in der Redaktions- und Verlagsleitung, als ich (Redaktionsleitung), Ivan Schnyder (redaktioneller Mitarbeiter) und Corinne Peggs (Verlagsleitung) übernahmen. Die Inhalte kommen vorwiegend von regelmässigen freien AutorInnen, FotografInnen und IllustratorInnen. Neu haben wir mit Martin Meyer einen festangestellten Art Director, vorher stammte das Layout von einem externen Grafikbüro. Wir wollten die Gestaltung näher bei der Redaktion und sie von Anfang an in die Themenfindung miteinbeziehen.

Wo setzen Sie auch in Zukunft auf Altbewährtes?

Neben allem Überraschenden und Neuen will der Leser orientert werden und wissen, wo er was findet. Die Vorschauen zu allen kulturellen Sparten, der umfangreiche Kulturkalender, ein Porträt, die satirischen "Guten Tag", das Rätsel oder die Vermutungen bleiben auch weiterhin im Heft, zum Teil an anderen Positionen.

Wie unterscheidet sich Ihr Heft vom renommierten "DU"?

Das "Du" ist ein hochwertiges und edles Kulturmagazin für die Schweiz oder darüber hinaus. Wir sind der Region Zentralschweiz verpflichtet. Wenn wir verglichen werden, ehrt mich das. Auch wir bieten ein Qualitätsprodukt, jedoch sprechen wir nicht nur Interessenten der etablierten Kultur an.

Wer hat das neue Layout entworfen?

Das Grundkonzept stammt von Armin Meienberg, der eine riesige Editorial-Erfahrung mitbringt. Das jetzige Heft hat unser Art Director Martin Meyer mit ihm zusammen ausgearbeitet.

Sie wollen das Heft ganz speziell bewerben, unter anderem mit bekannten Gesichtern. Was können Sie uns dazu verraten?

Es gibt eine Plakatkampagne mit fünf bestens bekannten Gesichtern aus der Luzerner Kultur, Politik und Gesellschaft, die "041 - Das Kulturmagazin" lesen und bewerben. Eines davon ist der Stadtpräsident Urs W. Studer. Das Spezielle: Alle tragen ein aus Kulturmagazin-Druckbögen massgeschneidertes Kleidungsstück.

Interview: Christine Schnyder


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