Die «Klasse von 2027» startete diese Woche in der Villa Römerhalde in Zofingen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und schliesst mit einem Diplom ab. Die Studierenden sind vollständig in Redaktionen integriert und sammeln praktische Erfahrungen bei Blick, SonntagsBlick, Beobachter, Schweizer Illustrierte, Glückspost und Radio Energy.
«Es haben sich deutlich mehr Personen für die Schule beworben», wird Schulleiter Peter Hossli in einer Mitteilung zitiert. Die Zahl der Bewerbungen sei im Vergleich zum letzten Jahrgang, der vor drei Jahren startete, deutlich gestiegen, heisst es auf Anfrage. Die 15 aufgenommenen Journalistinnen und Journalisten hätten ein «forderndes Aufnahmeverfahren» durchlaufen.
Das gestiegene Interesse führt Hossli auf das Jubiläumsjahr 2024 zurück, das die Schule «verstärkt ins Rampenlicht» gerückt habe. Darüber hinaus wüssten «junge Menschen sehr wohl, dass unabhängiger Journalismus wichtig ist, und dass gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz die menschliche Recherche, die Einordnung, die Überprüfung von Fakten unabdingbar geworden ist».
Das Curriculum umfasst neben klassischem journalistischem Handwerk wie Recherche und Interviewführung auch digitale Formate, Social Media und Datenjournalismus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf künstlicher Intelligenz im Redaktionsalltag. «KI ist ein Werkzeug, wie es einst der Kugelschreiber, später der Computer oder das Internet war», so Hossli. «Wir lernen, die KI einzusetzen, damit wir noch besseren Journalismus machen können.»
Ringier-CEO Marc Walder, selbst ehemaliger Journalistenschüler, besuchte die neue Klasse. «Der Besuch der Journalistenschule war meine wichtigste berufliche Entscheidung», sagte er zu den Nachwuchstalenten. Seine Botschaft: «Macht alles mit voller Hingabe.»
Die Ringier Journalistenschule besteht seit über 50 Jahren. (pd/cbe)
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22.08.2025 15:23 Uhr

