19.06.2011

SRF

Neue Messmethode muss her

Altes Instrument werde Online-Zeitalter nicht gerecht.

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) will eine neue Messmethode, bei der die Marktanteile dem Online-Zeitalter angepasst werden. Das sagt der Leiter Abteilung Programme, Hansruedi Schoch, in einem Interview mit der Zeitung "Der Sonntag". Es brauche eine neue Währung für die Publikumsnutzung, sagt der SRF-Kadermann. Wie diese aussehen soll, sei international ein Thema. "Die Nutzungsdauer als gemeinsamer Nenner kann eine Lösung sein", so Schoch weiter. Er reagiert damit auf Berichte, wonach das SRF an einem Quotenschwund leide ("persoenlich.com" berichtete). Von Krisenstimmung am Leutschenbach könne aber keine Rede sein. "Die Tendenz über die letzten Jahre sieht so aus, dass wir im Jahresdurchschnitt immer einen Marktanteil zwischen 32 und rund 34 Prozent hatten." In der langfristigen Zeitachse gebe es aber in der Tat einen leichten Rückgang: "Das bereitet keine Freude, aber die stärkere Fragmentierung betrifft die ganze Medienwelt. Wir müssen noch mehr um jedes Stück des Marktkuchens kämpfen." Das SRF werde künftig "noch mehr Akzente setzen, auch mit flexibleren Sendeplätzen". Die Sendestruktur sei noch recht starr. Zurzeit würden alle Sendungen überprüft - "auch Benissimo". Eine neue Tendenz würden Themenshows wie "Alpenrose" sein.


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