18.05.2011

Avenir Suisse

Neue Webseite aufgeschaltet

Nutzt nun Twitter, Facebook und Youtube.

Seit heute ist die neue Website von Avenir Suisse online. Bei der Konzeption des neuen Webauftritts liess sich Avenir Suisse von der Erkenntnis leiten, dass relevante und fundierte Botschaften längst nicht mehr ausschliesslich über traditionelle Medien verbreitet werden und dass manch grosse Debatten, gerade zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen, heute im Internet stattfinden. Der neue Webauftritt soll helfen, die Grundlagenarbeit von Avenir Suisse nun noch besser auf die Aktualität anzuwenden, dies schreibt der Think-Tank in einer Mitteilung. Betreut wird die Avenir-Suisse-Website von Verena Parzer Epp, die nach einigen Jahren als Redaktorin bei der "NZZ" Erfahrungen im Internet-Geschäft gesammelt hat.

Neben der laufenden Präsentation aller Studien und der Ankündigung von Veranstaltungen soll vor allem die aktualitätsbezogene Analyse und Kommentierung mehr Raum erhalten als bisher. Warum setzt der Think-Tank neu Twitter, Facebook und Youtube für die Kommunikation ein? Will Avenir-Suisse die bestehenden Newsportale konkurrenzieren? "persoenlich.com" hat bei Vizedirektorin Claudia Cuche-Curti nachgefragt.

Frau Cuche-Curti, Avenir-Suisse setzt nun stark aufs Internet. Wird der traditionelle Faltblatt-Newsletter nun gestrichen?

Die Kommunikation via elektronische Medien ergänzt unsere bisherigen Kommunikation über die eher traditionellen Kanäle in idealer Weise. Nicht nur sprechen wir damit neue Zielgruppen an, sondern wir können so auch unsere Analysen und Vorschläge in leicht zugänglichen, kürzeren Ausschnitten in die öffentliche Diskussion einbringen. Den Newsletter "avenir aktuell" werden wir weiterhin in der gleichen Kadenz veröffentlichen, da er von über 3‘000 Abonnenten und zahlreichen weiteren Lesern sehr geschätzt wird. Wir werden aber gewisse Inhalte über beide Kanäle verbreiten und so Synergien schaffen.

Ihre Internet-Offensive kommt eher spät.

Die Verbreitung unserer Arbeit über elektronische Medien ist ein lang gehegter Wunsch, der aus Ressourcengründen - Avenir Suisse ist eine sehr kleine Organisation - bisher nicht realisiert werden konnte. Gerhard Schwarz, seit letztem November Direktor von Avenir Suisse, misst diesem Kanal aber eine sehr hohe Bedeutung zu und hat deshalb die internen Strukturen und Abläufe so organisiert, dass nun auch eine aktive Kommunikation via elektronische Medien möglich ist.

Die neue Webseite gleicht den etablierten Verlags-Newsportalen. Wollen Sie newsnetz.ch, nzz.ch oder Themenblogs konkurrenzieren?

Avenir Suisse setzt sich mit der mittel- bis langfristigen Entwicklung der Schweiz auseinander. Unsere Website dient dazu, unsere wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse und unsere Positionen vermehrt unter die Leute zu bringen. Wir werden also versuchen, Themen zu setzen. Hingegen berichten wir nicht über Tagesereignisse, aber wir werden gelegentlich in unseren Beiträgen einen Zusammenhang herstellen zwischen den Inhalten unserer vielen grösseren und kleineren Studien und aktuellen Ereignissen oder Debatten. Insofern hoffen wir, eine Ergänzung zu etablierten Newsportalen bieten und die öffentliche Diskussion bereichern zu können.

Wie geschieht die Bewirtschaftung, wie oft erscheinen neue Artikel?

Unser Ziel ist es, pro Woche drei bis vier Themen- oder Meinungsbeiträge zu veröffentlichen. Diese werden hauptsächlich von unseren Projektleitern verfasst, gelegentlich auch von externen Autoren unserer Studien. Sie werden dabei von unserer Online-Verantwortlichen, Verena Parzer Epp, unterstützt, der wichtige redaktionelle Aufgaben zukommen.

Welche anderen Kommunikationskanäle nutzt Avenir-Suisse besonders stark?

Avenir Suisse setzt einerseits auf Bücher (am 6. Juli ist der nächste Publikationstermin), Broschüren, Diskussionspapiere, Pdf’s, Leporelli (das nächste erscheint Anfang Juni), Artikel in den Medien und den bereits erwähnten Newsletter. Anderseits präsentieren wir unsere Ideen in Referaten und Podiumsbeiträgen sowie in Foren wie Konferenzen, Tagungen, Workshops, Experten- und Parlamentariergesprächen. Auf unserer Website sind alle unsere Publikationen und Veranstaltungen auch weiterhin aufgeführt.

Interview: Edith Hollenstein


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