10.10.2014

Frank-Schirrmacher-Stiftung

Neuer Autorenpreis ist mit 20'000 Franken dotiert

Martin Meyer, Feuilletonchef der "Neuen Zürcher Zeitung", ist unter den Initianten.

In Gedenken an den im Juni verstorbenen Journalisten und Publizisten Frank Schirrmacher soll bis Ende 2014 eine Stiftung gegründet werden. Ziel der deutsch-schweizerischen Initiative sei es, das Werk und die Werte Schirrmachers zu pflegen und weiterzutragen, teilte Mitinitiator Martin Meyer, Feuilletonchef der "Neuen Zürcher Zeitung", am Freitag mit.
 
Ab 2015 wolle die Stiftung den mit 20'000 Franken dotierten Frank-Schirrmacher-Preis für "herausragende Leistungen zum Verständnis unseres Zeitgeschehens" einmal im Jahr vergeben. Die Stiftung werde zunächst mit 50'000 Franken aus Privatvermögen ausgestattet, sagte Meyer.
 
Neben Autoren aus den Geistes- und Naturwissenschaften könnten künftig auch Politiker mit dem Preis ausgezeichnet werden. Zu den Initiatoren gehören neben Meyer auch Günther Nonnenmacher, Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Verlags Axel Springer, sowie der Publizist und Bankier Michael Gotthelf.
 
Schirrmacher war am 12. Juni im Alter von 54 Jahren nach einem Herzinfarkt gestorben. Er war seit 1994 einer der Herausgeber der FAZ und prägte gesellschaftliche Debatten auch mit Bestsellern. Darunter war zum Beispiel sein Buch "Das Methusalem-Komplott", in dem er sich mit dem Problem der Überalterung auseinander setzte. Im vergangenen Jahr kritisierte Schirrmacher in "Ego" einen
Fliessband-Egoismus, der das gesamte Sozialwesen erobert habe. (sda/apa/dpa)


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