19.11.2007

Ringier

Neues internes Verfahren für Meldung von Missständen

Mitarbeiter können Verstösse nun gruppenweit anonym berichten.

Ringier will für Mitarbeiter den Schritt zur Meldung von Missständen erleichtern und hat ein neues internes Meldeverfahren eingeführt. Das Verfahren beruht auf einem Voice-Mail-System und macht es Mitarbeitern nun gruppenweit möglich, auf Missstände sowie unethisches Verhalten anonym aufmerksam zu machen, wie dem Mitarbeitermagazin "Domo" entnommen werden kann.

Für die anonyme Meldung wurde in Zusammenarbeit mit Ernst & Young eine Hotline eingeführt, die den Anrufer nicht registriert. Ringier erhält nur eine Mitschrift der Nachricht. Eine ausführliche Checkliste für die Vorbereitung auf eine Meldung finden die Mitarbeiter im Intranet my.ringier.

"Ringier ist auf Whistleblower angewiesen, um Missstände aufdecken zu können", wird Ringier-CEO Martin Werfeli in "Domo" zitiert. Die Bezeichnung "Whistleblower" findet ihren Ursprung in England. Dort rufen die Polizisten ihre Kollegen mit einer Trillerpfeife zur Hilfe und warnen die Umstehenden vor Gefahr. Deshalb nennt man Mitarbeiter, die über Missstände in einem Unternehmen berichten Whistleblower ("Pfeifenbläser").

Laut Werfeli geht es nicht darum, die Mitarbeiter zu Polizisten zu machen oder gar Denunziantentum zu fördern. Man wolle Risiken minimieren und Schaden abwenden. Ausserdem ermögliche Whistleblowing eine gewisse Selbstregulierung und fördere Fairness.


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