14.04.2014

Der Spiegel

Neues Layout soll mehr Leichtigkeit bringen

News zu den Print- und Online-Konzepten des deutschen Nachrichtenmagazins.
Der Spiegel: Neues Layout soll mehr Leichtigkeit bringen

In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" hat "Spiegel"-Geschäftsführer Ove Saffe Auskunft zu den Print- und Online-Strategien des Hamburger Medientitels gegeben. Demnach soll der gedruckte „Spiegel“ erstmals am 5. Mai im neuen Layout erscheinen. "Das Erscheinungsbild wird sanft renoviert und soll die Inhalte noch besser wirken lassen", sagte Saffe. Der Satzspiegel werde vergrössert, die Bildsprache verändert. Alles in allem werde mehr Leichtigkeit in das Layout einziehen. Es sind die ersten optischen Veränderungen seit 18 Jahren.

Im Online-Bereich will der "Spiegel" ein sogenanntes Freemium-Modell umsetzen. „Spiegel Online ist und bleibt frei zugänglich, unser Premium- und Bezahlangebot ist und bleibt der 'Spiegel', den wir digital völlig neu konzipieren und auf unserer Website viel offensiver präsentieren werden“, so Saffe. (Zur Info: Der digitale "Spiegel" hat heute 47'000 Abonennten. Nahziel ist das Erreichen der 100'000er Marke)
 

Das sind aber nicht die einzigen Veränderungen, die beim grössten deutschen Nachrichtenmagazin anstehen. So wird bald im kostensparenden Offset-Verfahren gedruckt und der Erscheinungstag ab nächstem Jahr von Montag auf Samstag verlegt. "Natürlich wünschen wir uns durch den neuen Erscheinungstag mehr Verkäufe, das stand für unsere Entscheidung aber nicht im Vordergrund. Wir kommen vor allem den Gewohnheiten unserer Leser entgegen. Wir wissen, dass mehr als die Hälfte von ihnen den 'Spiegel' vorzugsweise am Samstag liest."
 

Zum Abschluss des Interviews macht sich Saffe dann noch mit Nachdruck für Qualitätsjournalismus stark. "Sparen wird auch weiterhin nicht unsere erste Disziplin sein“, hielt er, trotz einem Umsatz-Rekordtief im Jahr 2013, fest. "Wir werden beweisen, dass es sehr wohl möglich ist, mit Qualitätsjournalismus in der digitalen Welt dauerhaft erfolgreich zu sein." Das gelte unabhängig von der Auflagen-Entwicklung des gedruckten "Spiegels". "Unser Geschäft ist nicht das Bedrucken von Papier, sondern guter Journalismus." (as/Süddeutsche)

Bild: Titel der Ausgabe vom 14. April


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