Die Zürcher Sportschuh-Firma On rüste sich für den Gang an die Börse. So stand es am Wochenende in der NZZ am Sonntag – prominent als Aufmacherstory auf der Frontseite (siehe Bild unten). Auch die Nachrichtenagentur Keystone-SDA sowie mehrere weitere Medien, darunter auch persoenlich.com, hatten diese Nachricht weiterverbreitet. Das sei falsch, schreibt nun am Tag darauf 20 Minuten. Es handle sich um eine «Falschmeldung», so 20min.ch unter Berufung auf Informationen der Firma On.
«Die Spekulationen in der Sonntagspresse stimmen nicht», so David Allemann, Mitgründer. On habe «keine Pläne für einen Börsengang im nächsten Jahr».
«Es ist unsere langjährige Praxis, dass wir als privates Unternehmen Fragen zur Finanzierung von On nicht beantworten. Wir möchten allerdings diese klare Falschmeldung dementieren», so Allemann weiter.
«Quellen aus dem Umfeld»
Die NZZ am Sonntag hatte ihren Bericht «auf mehrere Quellen aus dem Umfeld von On» gestützt. Vorbereitungen, unter anderen die Tatsache, dass Geschäftsberichte künftig nach internationalen Standards geführt werden, würden darauf hindeuten. Laut der NZZ am Sonntag wollte sich On zu ihren Recherchen nicht äussern.
Auf Anfrage von persoenlich.com erklärt Wirtschaftschef Chanchal Biswas am Montagnachmittag: «Wir nehmen dies zur Kenntnis. Im Artikel haben wir uns auf mehrere Quellen gestützt. Als On am Freitag Stellung nehmen konnte, wollte die Firma unsere Informationen nicht dementieren.»
On gehört den drei Gründern Caspar Coppetti, Olivier Bernhard und David Allemann sowie privaten Investoren. Einer von ihnen ist Roger Federer. Der Tennisstar hat im letzten Herbst – es handelte sich um einen Primeur der NZZ am Sonntag – seinen Einstieg bei On bekanntgegeben. Vor einigen Tagen präsentierte er seinen ersten On-Schuh. (eh)


