Radio 1 hat nach beinahe einem Jahr entschieden, sein Programm nicht mehr über DAB+ verbreiten zu lassen. Vorliegenden Daten belegen laut Mitteilung, dass der DAB+-Konsum des eigenen Programms weiterhin marginal ist und unter 5 Prozent der gesamten Tagesreichweite liegt. Damit befinde man sich weit unter den Erwartungen. Zudem seien DAB-Radios heute gleichzeitig mit UKW ausgerüstet, sodass durch diese Massnahme keine bisherigen Hörer ausgeschlossen werden.
Radio 1 hat sich nach einer eingehenden Analyse zu diesem Schritt entschieden. Man ist beim Sender überzeugt, dass es sich bei DAB+ um eine sehr teure Übergangstechnologie handelt, die selbst viele Jahre nach der gesamtschweizerischen Einführung noch gravierende Nachteile aufweist. So ist zurzeit der Empfang in Tunnels technisch noch nicht möglich und DAB+ kann nicht auf Smartphones aufgeschaltet werden. Radio 1 ist zudem über die von DAB+-Betreiber SwissMediacast angekündigten Veränderungen in Sachen Verbreitung und über angekündigte Preiserhöhungen irritiert, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Radio 1 setzt weiterhin auf sein ausgebautes UKW-Netz, auf die steigende Nutzung per Internet und auf Kabel. In der mittleren Zukunft rechnet Radio 1 mit der Einführung der internetbasierten IP-Technologie, die auch für die Nutzung im Auto zur Verfügung stehen wird. (pd)

