Die Parteichefs von SP, CVP, FDP, Grünen, BDP und Grünliberalen verlangen gemeinsam von der "Weltwoche", dass diese ihre Besitzverhältnisse offenlegt.
Hintergrund sind die Rollen von Christoph Blocher und der "Weltwoche" in der Affäre Hildebrand. SP-Präsident Christian Levrat sagte gegenüber der "SonntagsZeitung", vieles deute darauf hin, dass Blocher bei der "Weltwoche" die Fäden ziehe. Für den Fall, dass die Zeitung nicht freiwillig Transparenz schafft, streben einige Präsidenten eine "Lex Weltwoche" an, mit der Verlage gezwungen würden, ihre Besitzverhältnisse offenzulegen.
Die Parteipräsidenten bezweifeln, dass Chefredaktor Roger Köppel der alleinige Eigentümer der Zeitschrift ist. In der Affäre Hildebrand habe die "Weltwoche" offensichtlich "eine von der SVP beeinflusste Kampagne gefahren", die sich auch gegen die staatlichen Institutionen richte. Deshalb müsse jetzt geklärt werden, wer hinter der "Weltwoche" stehe und welche Rolle Christoph Blocher dort allenfalls spiele, sagen Christoph Darbellay (CVP), Christian Levrat (SP), Fulvio Pelli (FDP), Hans Grunder (BDP), Martin Bäumle (Grünliberale Partei) und Ueli Leuenberger (Grüne) unisono.
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