21.03.2013

Tamedia

Paywall kommt ab Dezember 2013

Online-Zeitungen künftig nicht mehr gratis.
Tamedia: Paywall kommt ab Dezember 2013

Die online verfügbaren Tamedia-Zeitungen sind nicht mehr lange gratis: Da die Anzeigen ins Online abwandern, macht Tamedia 2013 Ernst mit der Paywall. Im Dezember wird zunächst für "Tages-Anzeiger" das Bezahlmodell eingeführt. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Pilotprojekt folgen 2014 dann alle Regional- und Sonntagszeitungen: von der "Berner Zeitung" über das "Thuner Tagblatt" und die "Zürichsee-Zeitung" bis zu "24 heures" und der "SonntagsZeitung". Laut Tonini soll für den "Tagi" das sogenannte Metered-Modell zur Anwendung kommen, wie es beispielsweise die "New York Times" oder die "NZZ" kennen: Die Bezahlschranke taucht erst nach einer gewissen Anzahl Artikel auf. Dieses Modell, das auf der Häufigkeit der Nutzung basiert, steht im Kontrast zum Premium-Modell, das beim Inhalt ansetzt und gewisse Artikel gratis, andere jedoch nur kostenpflichtig anbietet.

 

Die dritte Variante, die Hard-Paywall, kennt gar keine Gratistexte. Welches Modell zur Anwendung kommt, will Tamedia für jedes Medium einzeln prüfen. Auch für den Berner "Bund", der mit dem "Tages-Anzeiger" kooperiert und eine gemeinsame Bundeshausredaktion führt, wird die Paywall voraussichtlich 2014 eingeführt. Wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage der sda sagte, liegt es auf der Hand, dass der "Bund" ebenfalls das Metered-Modell bekommt und die Paywall relativ bald hochgezogen wird. Allerdings ist es laut Zimmer möglich, dass in einer Übergangsphase gewisse Artikel auf der "Bund"-Website noch gratis sind, während sie auf der "Tagi"-Site bereits etwas kosten. "20 Minuten online" bleibt gratis. Die Print- und Onlineredaktionen von "20 Minuten" und "Tages-Anzeiger" werden derzeit zu konvergenten Redaktionen zusammengeführt. (vgl. auch "Schwierigkeiten im mobilen Digitalgeschäft"). (sda)

 


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