Peter A. Frei ist vom internationalen Sportjournalistenverband AIPS für sein Lebenswerk geehrt worden. Die Auszeichnung wurde am Freitagabend im Rahmen der «AIPS Sport Media Awards 2025» im Olympischen Museum in Lausanne vergeben, teilt der Verband der Schweizer Sportjournalisten sportpress.ch mit. Da der 81-Jährige nicht anwesend sein konnte, erhielt er den Preis im Vorfeld an seinem Wohnort in Oberrieden ZH überreicht. – von AIPS-Präsident Gianni Merlo und sportpress.ch-Interimspräsident Sandro Mühlebach.
Frei ist der erste Schweizer, dem der AIPS-Ehrenpreis zugesprochen wird. Unter dem Kürzel «PAF» war er über Jahrzehnte eine prägende Figur im Schweizer Sportjournalismus. Als Sportchef des «Blick» und der Fachzeitung «Sport» sowie als Direktor und Chefredaktor der Nachrichtenagentur Sportinformation SI – heute Teil von Keystone-SDA – berichtete er zwischen 1972 und 2018 von 25 aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen. Für einen schreibenden Journalisten gilt das als Weltrekord. Zudem war er bei den ersten 17 Leichtathletik-Weltmeisterschaften vor Ort und berichtete von zahlreichen alpinen Ski-WMs.
Zu seinen prägendsten Erlebnissen zählt die Geiselnahme an den Olympischen Sommerspielen 1972 in München, als palästinensische Terroristen elf israelische Sportler töteten. Als Weltagenturen fälschlicherweise bereits die Befreiung der Geiseln meldeten, fuhr Frei gemeinsam mit einem deutschen Kollegen zum Luftwaffenstützpunkt Fürstenfeldbruck – und war damit einer der ersten Journalisten, der das tatsächliche Ausmass der Tragödie vor Ort bezeugte.
Vor den Olympischen Spielen 2004 in Athen durfte Frei die olympische Fackel durch Lausanne tragen und sie an Bertrand Piccard weitergeben. Die AIPS hielt am Wochenende in Lausanne ihren 88. Kongress ab – zum dritten Mal nach 1954 und 2019 in der Schweiz. (pd/spo)
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14.04.2026 08:46 Uhr

