Der Preisüberwacher und die Post haben sich im Rahmen einer einvernehmlichen Regelung geeinigt, dass die Preise für die Tageszustellung von Zeitungen und Zeitschriften, welche keinen Anspruch auf Presseförderung haben per 1. Januar 2008 erhöht werden dürfen. Dies teilte der Verband Schweizer Presse am Mittwoch mit.
Wie erst jetzt bekannt wurde, haben der Preisüberwacher und die Post nach intensiven Verhandlungen, welche sich über mehrere Monate erstreckten, kurz von Jahresende eine Einigung getroffen, welche auch die Zeitungstaxen mit umfasst. Die Post verzichtet auf Tariferhöhungen bei Paketen am Schalter sowie bei Paketen und Briefen ins Ausland, die Tariferhöhungen in der Zeitungsdistribution von insgesamt rund 20 Mio. Franken wurden hingegen genehmigt.
Bei den Lokal- und Regionaltiteln, deren Beförderungstarife weiterhin vom Bund subventioniert werden, hatte der Preisüberwacher gegenüber dem UVEK für eine Einfrierung der Tarife plädiert. Das UVEK ist dieser Empfehlung jedoch nicht gefolgt und hat der Post einen Teuerungszuschlag von 4.4 Prozent zugestanden.
Der Verband Schweizer Presse hatte im Spätsommer beim Preisüberwacher eine Eingabe gemacht und sich sowohl gegen den nachträglichen Teuerungszuschlag bei den Titeln mit Presseförderung wie auch gegen die angekündigten Tariferhöhungen für die Presse ohne Förderung eingesetzt. Das von der Post behauptete Defizit aus der Zeitungsdistribution wird vom Verband nach wie vor in Zweifel gezogen und sei durch die Rechnungslegung der Post bisher nicht belegt worden, heisst es in einem Communiqué.

