"Das Magazin" publizierte vorletzten Samstag in der Rubrik "Ein Tag im Leben" ein Portrait eines Walliser Bergführers, das von PR-Berater Philippe Welti geschrieben wurde. Welti betreut bei Stöhlker PR zusammen mit Klaus Stöhlker unter anderem ein PR-Mandat für Wallis Tourismus betreut, wie die Zeitung "Der Sonntag" schreibt. Unter dem Text, dem ein Bild beigestellt war, das den Aletschgletscher in seiner ganzen Schönheit zeigt, fehlte ein Hinweis auf das PR-Mandat des Autors. Auf Anfrage sagte Martin Beglinger, stellvertretender "Magazin"-Chefredaktor Martin Beglinger zuerst, er habe von Weltis PR-Mandat nichts gewusst. Nach Rücksprache mit dem Autor revidiert er: "Ich hatte Kenntnis vom Mandat. Ich habe das aber nicht als Hindernis empfunden, Philippe Welti diese Geschichte schreiben zu lassen. Sowohl der Artikel als auch das Bild waren für mich nicht im geringsten eine PR-Geschichte für das Wallis."
Auch der Autor stellt sich auf diesen Standpunkt. Bemerkenswert ist gemäss dem "Sonntag", dass Welti systematisch Texte mit Wallis-Bezügen in Schweizer Medien platziert. Von insgesamt 30 Texten, die er in den letzten zwei Jahren geschrieben hat, handelten 9 vom oder im Wallis. Dass dies kein Zufall ist, zeige ein Artikel der Hotelrevue im August 2008. Unter dem Titel "Storys gesucht" wird dort Stöhlker als PR-Agentur gepriesen, die "das Wallis journalistisch in den Fokus rückt". Philipp Cueni, Präsident des Vereins "Qualität im Journalismus" sieht im "Magazin"-Artikel einen Verstoss des Presserats-Kodex: "Da hätten alle Warnlampen aufleuchten müssen".

