15.10.2012

SRG

Präsentiert überarbeitete Unternehmensstrategie

Digitales Umfeld als Herausforderung.

Die SRG hat ihre Unternehmensstrategie überarbeitet. Rasch ändern sich die Technologie und das Verhalten der Mediennutzer; die Medienwelt wandelt sich tiefgreifend. Darum werde es noch wichtiger, einer klaren Strategie zu folgen, heisst es in einer Mitteilung. Neben betriebswirtschaftlichen Zielen hält die SRG erstmals auch Stossrichtungen für die weitere Entwicklung des SRG-Angebots am Radio, im Fernsehen und im Internet fest. Im Sinne der Transparenz veröffentlicht das Service-public-Unternehmen seine Strategie vollumfänglich im Internet.

Die überarbeitete Unternehmensstrategie der SRG bringe Werte des Service public auf den Punkt, betone, dass das audiovisuelle Angebot Kernkompetenz und Unternehmenszweck der SRG bleibt, setze die strategischen Ziele der SRG, definiere Stossrichtungen für die Fortentwicklung des Angebots, setze Prioritäten, um die Ressourcen noch wirksamer einzusetzen und bekunde die Offenheit der SRG für Kooperation mit privaten Medienhäusern, wo dies im gegenseitigen Interesse liegt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Medienhaus SRG müsse im neuen Umfeld als Radio- und Fernsehanbieter (Broadcast) und als Multimedia-Anbieter (Broadband) überzeugen. Es ändere sich nämlich das Verhalten der Zuschauerinnen und Hörer: Viele richten sich nicht nach dem Programm und den Sendezeiten; dank Internet nutzen sie zeitunabhängig und individuell Medienangebote. Die SRG will somit proaktiv auf die Wünsche der Gebührenzahlenden eingehen.

Mehr Schweizer Produktionen und noch näher beim Publikum

Die SRG verfolgt die Strategie, die Nutzer dort zu erreichen, wo sie sind: im Radio, im Fernsehen und im Internet. Die SRG wird die Anzahl Schweizer Produktionen erhöhen, die Live-Berichterstattung als Fundament der Kanäle ausbauen, Smart-TV (auch Hybrid-TV genannt) zügig entwickeln (Priorität haben der europäische Standard HbbTV und Second Screen), im Radio- und Fernsehprogramm neue gesellschaftliche Trends früh aufgreifen, in Stadt und Land das mobile Publikum noch besser erreichen, das junge Publikum gezielter ansprechen und trotz älter werdender Bevölkerung das Durchschnittsalter der Hörerinnen und Zuschauer halten.

In enger Zusammenarbeit haben Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der SRG die Strategie erarbeitet. Der Verwaltungsrat hat sie an seiner Oktobersitzung verabschiedet: Sie soll über die kommenden fünf Jahre verfolgt und bei Bedarf aktualisiert werden. (pd)


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