Das deutsche Medienhaus Gruner + Jahr schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach einem Verlustjahr erzielte der Zeitschriftenverlag im vergangenen Jahr einen Gewinn von 81 Millionen Euro. Rückläufig war dagegen der Umsatz. Dieser sank von 2,2 auf 2,1 Milliarden Euro, wie Gruner + Jahr am Donnerstag mitteilte. Als Gründe führte der Verlag unter anderem die Teilschliessung der Wirtschaftsmedien ("Financial Times Deutschland") sowie höhere Investitionen an.
Das Ergebnis des Deutschland-Geschäfts lag 2013 über dem Vorjahreswert. Konkrete Zahlen wollte Gruner + Jahr nicht nennen. Bei einem leichten Rückgang der Vertriebserlöse, habe das Anzeigengeschäft - entgegen dem Markttrend - zugelegt. Dagegen war das Auslandsgeschäft insgesamt rückläufig.
Digitalisierung wird vorangetrieben
Derweil treibt das Unternehmen die Digitalisierung seiner Angebote weiter voran. Der Weg von einem klassischen Zeitschriftenverlag zu einem digitalen Haus der Inhalte sei ein langer, teilte Konzernchefin Julia Jäkel am Donnerstag mit. Der Umbau zeigt sich auch bei der Zahl der Beschäftigten. Während diese im letzten Jahr weltweit um 766 auf 10'819 sank, stellte das Unternehmen in Deutschland rund 140 Mitarbeiter im Digitalbereich ein.
Zum Medien-Angebot von Gruner + Jahr gehören Magazine und Marken wie "Stern", "Geo", "Brigitte" und "Gala". (sda)

