Dominique von Burg, seit Anfang dieses Jahres Präsident des Schweizer Presserates, unterstützt die Aufnahme der Verleger und der SRG in das Aufsichtsorgan. Die Gespräche, um dieses Ziel zu erreichen, gehen weiter.
Die Verhandlungen brauchten Zeit, sagte von Burg am Dienstag an der Verlegertagung in Zürich. Einige Details müssten noch ausdiskutiert werden; der Reifungsprozess in den Journalistenverbänden sei noch nicht ganz abgeschlossen. Er sei der festen Überzeugung, dass in der Medienbranche Arbeitgeber und Arbeitnehmer das gleiche Interesse an der Medienethik hätten. Beiden Seiten gehe es um glaubwürdige Informationen. Dazu bedürfe es der Unabhängigkeit und Fairness.
Der Presserat, der über die Einhaltung der Berufsethik wacht, trage wesentlich zur Glaubwürdigkeit der Medien bei. Breiter abgestützt könne der Presserat nur stärker werden, sagte von Burg. Bereits sein Vorgänger Peter Studer hatte diese Meinung vertreten. Er verhehle nicht, dass ein Beitritt der Verleger und der SRG dem Presserat zusätzliche Mittel bescheren würde, sagte von Burg weiter. Diese Mittel könnten für eine effizientere Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden.
Das würde den berufsethische Diskurs in den Redaktionen stimulieren. Besonders wichtig scheine ihm, das die jungen Nachwuchskräfte rasch mit der Berufsethik vertraut würden. (sda)

