09.06.2013

Telebasel

Presserat korrigiert Rüffel

Nimmt zwei Änderungen an Entscheid vor.

Telebasel hat sich teils erfolgreich gegen einen Rüffel des Schweizerischen Presserats gewehrt. Dieser nahm in seinem Entscheid zum Report "Feinbild Rheinhattan - wie Querulanten und Sozialromantiker die Entwicklung im Basler Hafengebiet verhindern wollte" zwei von Telebasel verlangte Änderungen vor.
 
Zu klären hatte der Presserat die Frage, ob eine Kamerateam eine politische Aktivistin aufnehmen darf, die sich öffentlich exponiert. in seinem am 28. Mai veröffentlichten Entscheid kommt das Gremium zum Schluss, das dies zulässig ist, kritisiert den Lokalsender aber dennoch in einzelnen Punkten.
 
Auf Verlangen von Telebasel hat der Presserat nun zwei Passagen in seinem Entscheid und auch in der Zusammenfassung korrigiert. So wird der Passus, wonach Telebasel der Beschwerdeführerin vor deren eigenen Haustür "aufgelauert" habe, gestrichen.

Auch an der Feststellung, dass Telebasel ein zweites Aufeinandertreffen mit der Beschwerdeführerin aktiv gesucht habe, hält der Presserat nicht länger fest. Strittig bleibt dagegen, ob die Kamera-Crew die Beschwerdeführerin bedrängt hat. Aus Sicht von Telebasel war die Frau ungerufen aufmarschiert und attackierte gar die Telebasel-Crew unter Androhung von Gewalt.

Telebasel wirft dem Presserat vor, die Änderungen in seinem Entscheid erst unter Androhung gerichtliche Schritte vorgenommen zu haben. Er habe es überdies unterlassen, diese publik zu machen.

Dem Presserat erschien dagegen eine aktive Kommunikation nicht verhältnismässig. Die Korrekturen würden die Stossrichung der Stellungnahme nicht verändern, hält das Gremium in einem Schreiben an Telebasel fest. (sda)


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