Der Presserat hat eine Beschwerde gegen die SF-Sendereihe "Startup -- der Weg zur eigenen Firma" abgewiesen. Zuvor war der Beschwerdeführer -- ein Inhaber einer Weinwebsite -- bereits bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI abgeblitzt.
Der Beschwerdeführer hatte kritisiert, dass "Start Up" beim Porträtieren der Firma "Giveawine" verschwiegen habe, dass vermögende Unternehmer aus der Wein- und Medienbranche schon bei der Gründung der Firma mitgewirkt hätten. Damit habe das Schweizer Fernsehen wichtige Informationen unterschlagen. Zugleich seien wahrheitswidrige Angaben über die Marktchancen der Firma gemacht worden.
Nach Dafürhalten des Presserats jedoch waren diese Hintergrundinformationen für das Publikum nicht derart wichtig, als dass sie hätten zwingend erwähnt werden müssen. Genauso wenig spielte aus seiner Sicht eine Rolle, wer alles neben den an der Front wirkenden Jungunternehmern die Firma Giveawine finanziere. Und schliesslich sei auch kaum relevant, welche Umsätze die Giveawine AG bis anhin erzielt habe.
Für das Publikum von "Start Up" standen laut Presserat nicht möglichst präzise Informationen über die Firmen und Branchen im Vordergrund . Vielmehr sollte anhand von konkreten Einzelfällen die wichtigsten Schritte und Hürden gezeigt werden, die von der Entwicklung einer Geschäftsidee bis zu ihrer Umsetzung anstehen. "Dieser Zielsetzung genügte die journalistische Umsetzung durch 'Start Up' auch im Falle von Giveawine", so der Presserat.

