14.10.2021

VSPF

Privatfernsehsender gründen neuen Verband

CH Media, Seven.One Entertainment Group Schweiz und RTL organisieren sich per 1. Januar 2022 im VSPF Verband Schweizer Privatfernsehen. Die Interessenvertretung wird präsidiert durch Roger Elsener, Geschäftsführerin wird Anne Peigné de Beaucé.
VSPF: Privatfernsehsender gründen neuen Verband
Roger Elsener wird Präsident vom VSPF Verband Schweizer Privatfernsehen, Anne Peigné de Beaucé Geschäftsführerin. (Bilder: Thomas Buchwalder, zVg)

Die drei Schweizer Privat-TV-Anbieter CH Media, Seven.One Entertainment Group Schweiz und RTL gründen den VSPF Verband Schweizer Privatfernsehen. VSPF ist eine Interessenvertretung der Schweizer Privatfernsehsender ohne Konzession und Gebührenanteil, die sich an ein nationales Schweizer Publikum richten und sich durch Werbung finanzieren.

CH Media und Seven.One Entertainment Group werden ordentliche Mitglieder, RTL Deutschland wird assoziiertes Mitglied. Damit umfasst der Verband zum Start die Sender 3+, 4+, 5+, 6+, Nick/7+, TV24, TV25, S1, Sat.1, ProSieben, Kabel Eins, Sixx, SAT.1 Gold, ProSieben Maxx, Puls 8, RTL, VOX, N-TV, Nitro und Super RTL. Der als Verein gegründete VSPF nimmt seine Geschäfte zum 1. Januar 2022 auf, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

«In der Schweiz fehlte bislang ein Verband, welcher sich ausschliesslich um die Interessen der Schweizer Privatfernsehsender ohne Konzession und Gebührenanteil kümmerte», wird Roger Elsener, Geschäftsführer Entertainment und Mitglied der Unternehmensleitung von CH Media, zitiert. «Der VSPF behebt dieses Manko. Er wird sich stark engagieren und die politischen Rahmenbedingungen kompetent und konstruktiv mitgestalten.»

Neue, konstruktive Stimme in der Medienpolitik

Der VSPF möchte den Anspruchsgruppen aus Politik, Wirtschaft und breiter Öffentlichkeit die Bedeutung und Anliegen des Schweizer Privatfernsehens näherbringen und sie dafür sensibilisieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Gesetzesvorhaben, die das eigene Geschäft tangieren. Der Verband setzt sich laut Mitteilung ein «für faire, wirtschaftliche Rahmenbedingungen zur Refinanzierung im Fernsehen, gleichlange Spiesse im Medienmarkt unter anderem gegenüber den Internet- und Tech-Plattformen, die Sicherstellung einer aussagekräftigen Nutzungsforschung, welche die Bedürfnisse der Werbetreibenden berücksichtigt sowie die Absicherung der Distribution der Schweizer Privatfernsehsender – insbesondere unter Berücksichtigung der technologischen Entwicklungen». Ausserdem werde der Verband aktiv an der Debatte über die Zukunft des Service public der Fernsehsender teilnehmen. «Stets konstruktiv und mit Überzeugung im Sinne seiner Mitglieder», wie es heisst.

Anne Peigné de Beaucé wird Geschäftsführerin

Die Geschäftsführung des VSPF übernimmt Anne Peigné de Beaucé. Die ausgebildete Juristin ist bilingue (D/F) und verfügt über jahrelange Erfahrung als Rechtsanwältin und in der Interessenvertretung im Medienbereich, zuletzt als Senior European Affairs Manager für Vaunet, dem Spitzenverband der audiovisuellen Medienunternehmen in Deutschland mit rund 150 Mitgliedern. Zeitgleich zur Geschäftsführung des VSPF tritt sie ihre neue Stelle als Leiterin Public Affairs bei CH Media an (persoenlich.com berichtete).

Präsidiert wird der Verband durch Roger Elsener. Der Vorstand wird komplettiert durch Andrea Haemmerli (Managing Director Seven.One Entertainment Group Schweiz), Claus Grewenig (Bereichsleiter Medienpolitik RTL Deutschland) und Ute von Moers (Leitung Programm- und Channelmanagement TV National CH Media).

Der neue Verband führt laut Mitteilung «aktiv Gespräche» mit weiteren Schweizer Privatfernsehsendern ohne Konzession und Gebührenanteil, die an einer VSPF-Mitgliedschaft interessiert sind. (pd/cbe)



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Kommentare

  • Andi Neukomm, 14.10.2021 11:03 Uhr
    Verband Schweizer Privatfernsehen mit SAT1, RTL und Konsorten. Verstehe, wer wolle.

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