DRS3 überdenkt gegenwärtig sein Inhaltkonzept. Für das Projekt wurde der frühere DRS3-Moderator und Ex-Radio-24-Mann Nik Hartmann verpflichtet, der sich im Rahmen eines Mandats vor allem dem Abendprogramm annimmt. DRS3-Programmleiter Andreas Schefer präzisiert: Auslöser für den Prozess sei der DRS-Verwaltungsratsentscheid, wonach sämtliche Redaktionen von DRS3 in Zürich angesiedelt werden. Bereits für kommenden Herbst sei der Umzug der Basler Belegschaft nach Zürich geplant. Damit verbunden seien beispielsweise auch bauliche Fragen oder die vollständige Umstellung auf Digitaltechnologie.
"Es wäre verantwortungslos, wenn man sich zu so einem Zeitpunkt keine Gedanken machen würde.", meint Schefer. Das gehe aber nicht isoliert, vielmehr würden auch Konsequenzen für das Tages- und für das Nachtprogramm erwartet. Mit dem Reformwillen scheint man es ernst zu meinen ? zumindest vordergründig. Schefer weiter: "Nichts ist gottgegeben, es gibt keine Tabus." Gleichzeitig sagt er jedoch: "Wir stellen nicht alles auf den Kopf. Es kann auch alles gleich bleiben." Konkreter will der DRS-Mann nicht werden, dazu sei es noch zu früh. "Über inhaltliche Diskussionen erzähle ich jetzt nichts. Das wäre unfair gegenüber meinem Team."

