Der Publikumsrat spricht dem "SwissAward" gesellschaftliche Bedeutung, Glanz und Glamour zu. Insgesamt wird diese jedoch als zu lang empfunden. Den Lotterieteil findet eine Ratsmehrheit unpassend. Viele Lorbeeren hingegen erhält die Moderation der Gala. Mit der "Swiss Award"-Gala gelang es dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF gemäss Publikumsrat, eine gesellschaftlich bedeutende Preisverleihung für herausragende Leistungen von Schweizer Persönlichkeiten zu inszenieren. Die Gala verfüge über Glanz und Glamour, was der Bedeutung der Awards angemessen sei.
Als störenden Fremdkörper empfanden die meisten Publikumsrätinnen und -räte die Ziehung der Millionenlose. Dieses trocken inszenierte Element sei unpassend und einer Gala unwürdig. Mehrere Ratsmitglieder haben Erklärungen zum Nominations- und Wahlverfahren sowie zur Jury und Academy in der Sendung vermisst. Solche Informationen hätten die Transparenz und Glaubwürdigkeit des Anlasses erhöht. Insgesamt sieht der Publikumsrat in "SwissAwards" grosses Unterhaltungspotential. Dieses kam über das Ganze gesehen jedoch zu wenig zum Tragen. Denn die Show war mit zweieinhalb Stunden zu sehr in die Länge gezogen.
Die Sendung besteht aus verschiedenen Elementen wie dem Auftritt grosser Persönlichkeiten, ansprechenden Showeinlagen oder emotionalen Einspielungen. Dieser Mix bietet viel Abwechslung für ein breites Publikum, finden die Ratsmitglieder. Dabei gefielen besonders die Jahresrückblicke in Form von Einspielern und die Kurzporträts der Nominierten. Auch die Preisverleihungen das Herzstück der Sendung fanden bei einer Ratsmehrheit Anklang. Nicht gut angekommen sind hingegen die langatmigen und uninspirierten Laudationes.
Den Internetauftritt beurteilten die Ratsmitglieder als übersichtlich und attraktiv. Es sind Informationen über Nominierte sowie aktuelle und frühere Gewinnerinnen und Gewinner zu finden. Ausserdem sind die Mitglieder der Jury und der Akademie aufgeführt. Auch hier werden Erklärungen zum Nominations- und Wahlprozedere vermisst. Viel Lob erhielten die Moderatoren Sandra Studer und Sven Epiney. Sandra Studer führte in den Augen des Publikumsrats stilvoll, kompetent und sympathisch durch die Gala. Sie meisterte die besinnlichen wie die freudigen Augenblicke souverän und auf natürliche Art. Sven Epiney gefiel den Ratsmitgliedern durch Schalk, Spontaneität und Herzlichkeit. Es gelang ihm gut, die fernsehungewohnten Millionenkandidaten zum Sprechen zu bringen.

