17.12.2013

SRF

Publikumsrat kritisiert "Die Schweizer"

Auswahl der Hauptfiguren und mangelnde Frauenpräsenz wurden bemängelt.
SRF: Publikumsrat kritisiert "Die Schweizer"

Die Meinungen zum SRF-Themenmonat "Die Schweizer" gehen im Publikumsrat SRG Deutschschweiz auseinander. Kritisiert werden unter anderem die Auswahl der Hauptfiguren, die mangelnde Frauenpräsenz sowie die Information des Publikums, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Die eine Hälfte der Beobachtungsgruppe fand, dass die Figuren in den vier Doku-Fiktion-Filmen, dem Herzstück des Themenmonats, mit ihren Stärken und Schwächen überzeugend dargestellt seien. Die andere Hälfte hielt die Figuren für "pathetisch überzeichnet".

Für eine Mehrheit im Rat war "kaum nachvollziehbar, dass keine weiblichen historischen Persönlichkeiten vorkommen". Dieses Manko sei durch andere Sendungen, in denen auch Frauen porträtiert wurden, nicht kompensiert worden, heisst es weiter. Der Rat erwartet, dass Frauen künftig "selbstverständlich in Inhalt und Form des SRF-Angebotes vorkommen".

Eine Minderheit bemängelte die Auswahl der Figuren. Dabei sei zu sehr auf die Mächtigen und Mythen fokussiert worden. Wichtige politische Aspekte fehlten.

Mit Zusatzangebot zufrieden 
Positiv aufgefallen sind im Zusatzangebot des Themenmonats zwei Sendungen "Sternstunde Philosophie" zu historischen Frauenpersönlichkeiten, die Trickfilm-Reihe "Helveticus" für Kinder und Jugendliche, der Dokumentarfilm "Image Problem" und die Videoreihe von Radio SRF 3 im Online-Portal "Mein Leben – meine Schweiz".

Die Fülle des Angebots im Themenmonat war für den Publikumsrat "an der oberen Grenze" - nicht zuletzt, weil auch viele Sendungen mit dem Label "Die Schweizer" versehen wurden, die keine Zusatzleistung erbrachten. Nach Ansicht des Publikumsrates hätten SRG und SRF im Vorfeld und während des Themenmonats das Publikum besser informieren sollen. (sda)

 


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