01.04.2012

SRF

Quotenziel tiefer angesetzt

Grund: Immer umfangreicheres Senderangebot.

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) korrigiert sein jährliches Quotenziel nach unten. Für das Jahr 2012 streben die Chefs trotz sportlicher Grossereignisse nur noch einen Marktanteil von 31 Prozent an. Das bestätigt Sprecherin Andrea Hemmi gegenüber der "SonntagsZeitung": "Die Geschäftsleitung hat Ende Februar das Ziel von 31 Prozent festgelegt." Im vergangenen Jahr peilten die Verantwortlichen noch eine Quote von 32 Prozent an. Diese verfehlten sie aber deutlich. Erstmals überhaupt schlitterte der Marktanteil der Sender SF1, SF2 und SF info unter die 30-Prozent-Marke. Mit 29,8 Prozent erzielte man das schlechteste Jahresergebnis der Geschichte.

Die SRF-Chefs geben sich trotz der sinkenden Zuschauerzahlen zuversichtlich, dass die Sender ihre Zielvorgaben für 2012 erreichen werden: "Wir übertragen in diesem Jahr mit den Olympischen Sommerspielen und der Fussball-Europameisterschaft zwei Sport-Grossereignisse, die traditionell eine sehr hohe Publikumsbeachtung finden", sagt Hemmi. Daneben setze man zudem auf den Ausbau des Angebotes in allen Sparten. Dass die Geschäftsleitung die Quotenvorgabe im Vergleich zu den Vorjahren trotzdem gesenkt hat, begründet Hemmi mit dem immer umfangreicheren Senderangebot. ("SonntagsZeitung")


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