10.01.2023

Neukonzessionierung

Radios und TVs müssen sich gedulden

Nach dem Rücktritt von Medienministerin Simonetta Sommaruga startet die Ausschreibung der Konzessionen mit Verspätung. Nachfolger Albert Rösti wolle «vorgängig über die Einzelheiten der Ausschreibung informiert werden», heisst es beim Uvek.
Neukonzessionierung: Radios und TVs müssen sich gedulden
Welche Radio- und Fernsehstationen erhalten ab 2025 eine neue Konzession? Das Uvek schreibt diese bald neu aus. Im Bild der Sendeturm Bantiger in der Gemeinde Bolligen. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

In der Schweiz haben aktuell 31 Lokalradios und 13 Regionalfernsehstationen eine Konzession, die Ende 2024 ausläuft (persoenlich.com berichtete). Deshalb schreibt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die Veranstalterkonzessionen neu aus. In einer «Bakom Eilmeldung», die persoenlich.com vorliegt, hiess es nun, «dass sich die Ausschreibung der Neukonzessionierung aus organisatorischen Gründen verzögert». Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) werde sich bei den Radio- und TV-Veranstaltern melden, sobald das neue Publikationsdatum bekannt sei.

«Die Ausschreibungsunterlagen werden in den nächsten Tagen dem neuen Departementsvorsteher detailliert vorgestellt», so Uvek-Sprecher Francis Meier am Dienstag auf Anfrage von persoenlich.com. Anschliessend würden die Unterlagen auf der Website publiziert und die Öffentlichkeit mit einer Medienmitteilung informiert.

Mit dem «neuen Departementsvorsteher» ist Medienminister Albert Rösti gemeint, der das Amt von seiner Vorgängerin Simonetta Sommaruga übernahm. Sommaruga erklärte Anfang November überraschend ihren Rücktritt, dies nach einem Schlaganfall ihres Mannes. Die Verzögerung habe insofern mit dem Wechsel zu tun, «als dass Herr Bundesrat Rösti vorgängig über die Einzelheiten der Ausschreibung informiert werden möchte», so Meier weiter.

Gross dürfte die Verzögerung allerdings kaum sein. Die Ausschreibung der Veranstalterkonzessionen wurde «für voraussichtlich Anfang 2023» angekündigt. «An diesem Fahrplan hält das Uvek fest», betont Meier. Für die Radio- und TV-Sender habe die Verzögerung keine Konsequenzen.

Die neuen Konzessionen werden Anfang 2025 in Kraft treten und für zehn Jahre gelten.


Newsletter wird abonniert...

Newsletter abonnieren

Wollen Sie Artikel wie diesen in Ihrer Mailbox? Erhalten Sie frühmorgens die relevantesten Branchennews in kompakter Form.

Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.