Claus Larass (Bild) legte dar, wie am Tag der Terroranschläge die acht Sender des Fernsehkonzerns Pro7/Sat.1 ihr Programm und die Newsjournalisten zu einer einzigen Sendung gepoolt hätten, die auf allen Kanälen ausgestrahlt wurde. Ihm sei dabei aufgefallen, wie die Amerikaner sofort die Bilderwelten unter ihre Kontrolle gebracht hätten. In einem Land, wo normalerweise jeder Unfall hautnah in allen Einzelteilen gezeigt wird, wurden in diesem Fall die Verwüstungen nur von weitem und keine Leichen gezeigt.

Claus Larass (Bild) legte dar, wie am Tag der Terroranschläge die acht Sender des Fernsehkonzerns Pro7/Sat.1 ihr Programm und die Newsjournalisten zu einer einzigen Sendung gepoolt hätten, die auf allen Kanälen ausgestrahlt wurde. Ihm sei dabei aufgefallen, wie die Amerikaner sofort die Bilderwelten unter ihre Kontrolle gebracht hätten. In einem Land, wo normalerweise jeder Unfall hautnah in allen Einzelteilen gezeigt wird, wurden in diesem Fall die Verwüstungen nur von weitem und keine Leichen gezeigt.

Hannes Britschgi (Bild) stellte dabei zwei gegenläufige Trends fest: Zum einen werden die Bilder immer stärker kontrolliert, und das in einer Zeit, da das Internet die absolute Transparenz ermöglicht.
Rita Fuhrer (Bild) führte aus, dass die Ereignisse ihr Handeln nicht unmittelbar beinflusst hätten, und dass sie keinen Anlass sah, die Sicherheitsvorkehrungen in Zürich zu ändern. Die gesellschaftliche Wahrnehmung sei, beeinflusst durch die Medien, anders als die tatsächliche Bedrohungslage.

Rita Fuhrer (Bild) führte aus, dass die Ereignisse ihr Handeln nicht unmittelbar beinflusst hätten, und dass sie keinen Anlass sah, die Sicherheitsvorkehrungen in Zürich zu ändern. Die gesellschaftliche Wahrnehmung sei, beeinflusst durch die Medien, anders als die tatsächliche Bedrohungslage.

Klaus J. Stöhlker (Bild) polarisierte mit seiner Aussage, dass die europäischen Medien "terrorismus-freundlicher" berichtet hätten als die amerikanischen. Es sei ein Teil europäischer Tradition, dass man auch versuche, den Täter zu verstehen.
Britschgi konterte, dass er das Wort "terrorismus-freundlich" für gefährlich halte. Es sei aber tatsächlich gesund, dass man immer auch die andere Seite miteinbeziehe.
Larass wollte Stöhlkers Eindruck auch abgeschwächt verstanden wissen. Ihm sei vielmehr aufgefallen, dass die USA und Europa zusammenstehen.
Peter Hartmeier (Bild) bezog sich auf einen Spiegel-Artikel von Hendrik Broder, der sich um die Schweiz drehte, die noch im Frühling die palästinensische Ex-Terroristin Leila Chaled zu den ersten Mai Feiern auftreten gelassen hatte. "So human können die Eidgenossen nur sein, weil sie selbst nicht gefährdet sind". Hartmeier warf die Frage auf, ob die westlichen Länder, auch die Schweiz, zu liberal geworden seien in ihrer Auffassung von Meinungsfreiheit.

Peter Hartmeier (Bild) bezog sich auf einen Spiegel-Artikel von Hendrik Broder, der sich um die Schweiz drehte, die noch im Frühling die palästinensische Ex-Terroristin Leila Chaled zu den ersten Mai Feiern auftreten gelassen hatte. "So human können die Eidgenossen nur sein, weil sie selbst nicht gefährdet sind". Hartmeier warf die Frage auf, ob die westlichen Länder, auch die Schweiz, zu liberal geworden seien in ihrer Auffassung von Meinungsfreiheit.
Fuhrer konterte diesen Artikel, indem sie sagte, dass alle Länder offener seien, die nicht selber betroffen sind.
Hartmeier wollte weiter wissen, wie die Runde die Reaktion des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, der doch sehr mit Vorurteilen belastet sei, einschätze.
Larass erwiderte, dass die Europäer einem Cliché verfielen. Schon Ronald Reagan sei belächelt und als zweitklassiger Schauspieler dargestellt worden. Und Bill Clinton anfangs als Friseur abgetan. Im Nachhinein hätten sich beide Persönlichkeiten als hervorragende Politiker des 20. Jahrhunderts herausgestellt. Er schätze an Bush, dass er Besonnenheit zeige und erst Tage der Beratung einem allfälligen Gegenschlag vorausgehen liesse. Ein geeignetes Mass an Kriegsrhetorik sei aber manchmal notwendig, wie auch die Anwendung von Gewalt. Offensichtlich gebe es Phasen von Frieden, aber auch von Konflikten. Man müsse sich nur vorstellen, wie die Welt heute aussehen würde, hätte die USA Anfang der 90er Jahre den Irak nicht in die Knie gezwungen.
Hartmeier stellte die Frage, in wieweit Politiker bewusst die Emotionen der Bevölkerung aktivieren.
Fuhrer war sich sicher, dass es wichtig sei, dass ein Politiker die Emotionen der Menschen erfasse, und dass die Medien die Emotionen darstellten. Wobei ein Politiker aber nie den Eindruck erwecken dürfe, dass er sich von Emotionen leiten lässt.
Stöhlker stellte eine weitere Provokation in die Runde, indem er behauptete, dies sei die Gelegenheit der USA, ihre wirtschaftliche, politische und kulturelle Macht in der Welt weiter auszubauen und zwar unter dem Deckmantel der Verteidigung gegen den Terrorismus.

