Der Zürcher Tamedia-Verlag führt für sein Redaktionspersonal einen neuen Status ein: Den «Experten». Das Vorgehen provoziert bei der Belegschaft, die mit Zusammenlegungen und Budgetkürzungen kämpft, Widerstand, schreibt die «NZZ am Sonntag».
In sogenannten Expertenzirkeln sollen sich die jeweils besten Journalisten eines Fachs aus allen Tamedia-Redaktionen zu Experten-Gruppen vereinen und Workshops organisieren oder Referate halten. Zum Leiter des Projekts wurde Peter Jost, Chefredaktor der «Berner Zeitung», bestimmt.
In Zürich fordert laut NZZaS eine Gruppe von 50 Angestellten Verbesserungen am Konzept. Ihre Kritik: Das System führe zu einer Zweiklassengesellschaft innerhalb der Belegschaft.
Die Einführung fällt mitten in eine grosse Reorganisation. Den damit verbundenen Stellenabbau will Tamedia möglichst über Fluktuationen bewerkstelligen. Diese seien derzeit aber deutlich zu tief, als dass Kündigungen ausgeschlossen werden könnten, sagt Tamedia-Konzernchef Christoph Tonini. (pd/cbe)
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25.03.2018 12:41 Uhr
25.03.2018 07:35 Uhr

