23.02.2011

Libyen

Reporter verschwunden

Journalistenkomitee ist besorgt.

In Libyen ist nach Angaben einer Journalistenorganisation ein kritischer Reporter verschwunden. Von Atef al-Atrash fehle seit Donnerstag jede Spur, teilte das Komitee zum Schutze von Journalisten am Dienstag (Ortszeit) in New York mit.

Al-Atrash habe für den Sender Al-Dschasira aus Bengasi berichtet. Er hatte gerade noch gemeldet, dass einige Journalisten in der zweitgrössten Stadt Libyens festgenommen und sein Mobiltelefon abgeschaltet worden sei, als er verschwand. "Da versucht jemand ganz klar, mich mundtot zu machen", sagte er zuletzt. Al- Atrash hatte bei sei seinen Lokalberichten aus Bengasi im Internet auch immer wieder die Regierung kritisiert.

Nach Angaben des Journalistenkomitees werden die Arbeitsbedingungen in Libyen immer schlechter. Ausländische Reporter dürften nicht einreisen, die im Land würden unter Druck gesetzt. Das Internet sei gesperrt, das Mobilfunknetz abgeschaltet und ausländische Nachrichtensender würden gestört. Zudem gebe es immer wieder Angriffe auf Journalisten. "Wir sind besorgt um die Sicherheit aller Journalisten, besonders um die von Atef al-Atrash", sagte Robert Mahoney von der Journalistenorganisation. Attacken auf Reporter dürften nicht toleriert werden. (sda)


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