Die Westschweizer Sonntagszeitung dimanche.ch entlässt wegen zurück gegangener Inserateneinnahmen acht Mitarbeiter. Ein Sozialplan ist in Aussicht gestellt worden. Die Betroffenen zeigten sich überrascht von der Massnahme. Noch am Freitag hatte die Herausgeberin Ringier bekannt gegeben, den Titel weiter zu publizieren. Insgesamt werden 6.3 Stellen, davon 3.7 im journalistischen Bereich, abgebaut, wie Ringier am Dienstag mitteilte. Betroffen vom Stellenabbau ist ein Viertel der Angestellten von dimanche.ch, darunter auch Angestellte der Graphik- und Fotoabteilung. Ausserdem habe ein Mitarbeiter unmittelbar vor seiner Entlassung von sich aus gekündigt, sagte die Journalistin Flora Madic auf Anfrage. Zwei Setzer seien ebenfalls betroffen.
Umkonzipierung der Zeitung
Die Massnahme sei aufgrund der schlechten Inserateeinnahmen notwendig geworden, sagte Gérard Geiger, Generaldirektor von Ringier Romandie. Bei Ringier sei man aber weiterhin überzeugt davon, dass der Titel seine Berechtigung unter den Sonntagsblättern habe. Als Folge der Entlassungen wird dimanche.ch umkonzipiert. Der dritte und vierte Bund (Gesellschaft respektive Kultur) werden inskünftig in einem zusammengefasst.
Redaktion im Vorfeld nicht befragt
Die Redaktionskommission von dimanche.ch bedauerte in einem Communiqué, im Vorfeld nicht befragt worden zu sein. Sie habe deshalb keine Alternativen zu den Entlassungen einbringen können. Am Dienstagabend wurde eine Generalversammlung einberufen, um über einen Sozialplan zu beraten. Der Schweizerische Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) erfuhr am Dienstagmorgen von den Entlassungen. Der SVJ habe seit einigen Wochen böse Befürchtungen gehabt, erklärte dessen Generalsekretär Mathieu Fleury. Allerdings habe man nicht mit Entlassungen gerechnet.
Ringier strebt grosszügige Lösung an

