16.01.2026

MAZ

Reto Vogt übernimmt Leitung der Programme

Die Journalismusschule mit Sitz in Luzern kündigt eine Stellenreduktion «über die gesamte Institution» an. Reto Vogt übernimmt neu die Funktion des Chief Program Officer. Beat Rüdt verlässt das MAZ auf eigenen Wunsch.
MAZ: Reto Vogt übernimmt Leitung der Programme
Reto Vogt übernimmt als neuer Chief Program Officer die Leitung der Programme am MAZ. (Bild: MAZ/Caroline Fink)

Die Schweizer Journalistenschule MAZ reagiert auf zurückhaltendes Buchungsverhalten mit einer Verschlankung der Organisation, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Reto Vogt, bisheriger Studienleiter Digitale Medien und KI, rückt neu in die Geschäftsleitung auf und übernimmt die Stelle als Chief Program Officer (CPO). Er wird auch den Bereich Digitale Medien/KI weiter verantworten, bestätigte das MAZ auf Anfrage.

Beat Rüdt, der bisherige CPO, verlässt das MAZ, um eine neue Herausforderung ausserhalb der Institution zu übernehmen. Bis zu seinem Weggang unterstützt er den Transformationsprozess und übernimmt das Teilprojekt Rahmenplan Höhere Fachschule der Diplomausbildung Journalismus.

Die Umstrukturierung sei eine Reaktion auf strukturelle Verwerfungen in der Medien-, Kommunikations- und Bildungsbranche. Rückläufige Werbeeinnahmen und Abo-Erträge bei Verlagen würden zu tieferen Investitionen in die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten führen. In Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und Verwaltung haben auf KI zurückzuführende Effekte vereinfachte Prozesse und sinkenden Personalbedarf zur Folge, schreibt das MAZ. Die unsichere geopolitische und ökonomische Gesamtlage trage zu kurzfristigerer Planung oder Verschiebung von Kursanmeldungen bei.

«Der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung handeln aus der Einsicht, dass das MAZ diesen Schritt jetzt noch aus einer Position der Stärke heraus vollziehen kann und dass die Erfolgsaussichten für die eingeleiteten Massnahmen entsprechend gut sind», wird Felix E. Müller, Präsident des Stiftungsrats MAZ, in der Mitteilung zitiert.

Stellen werden reduziert

Die Organisationsentwicklung geht laut Communiqué mit einer Stellenreduktion über die gesamte Institution einher. Ziel seien nachhaltig gesenkte Fixkosten und ein geschärftes Kostenbewusstsein. Die gewachsenen Strukturen sollen schlanker, flexibler und effizienter gestaltet werden. Der Entwicklungshorizont orientiert sich an einem Mehrjahresplan.

Bis Ende Jahr sollen sieben bis acht Vollzeitstellen wegfallen, wie CEO Martina Fehr auf Anfrage von Keystone-SDA schreibt. Zu Kündigungen werde es «vereinzelt» kommen, der Rest der Reduktion soll durch natürliche Fluktuationen und Pensenverringerung erfolgen.

Das Defizit liege im «moderaten sechsstelligen Bereich», schreibt Fehr weiter. Details zum Geschäftsjahr sollen voraussichtlich im kommenden April im Jahresbericht erscheinen.

Neben der Reorganisation hat das MAZ ein Anerkennungsverfahren zur Höheren Fachschule (HF) eingeleitet. Die Diplomausbildung «Journalismus & Medienkompetenz» soll auf einen national geregelten und vergleichbaren Abschluss aufgewertet werden. Die ersten Rückschlüsse aus den Kontakten beim zuständigen Bundesamt sind positiv. (pd/sda/cbe)


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