Ringier Europa konnte 2003 den Vorjahresumsatz um über 35 Prozent auf 227.3 Mio. Franken steigern. Der Bereich beinhaltet die Aktivitäten in der tschechischen Republik, Slowakei, Ungarn, Rumänien und seit dem 30. Dezember 2003 auch in Serbien. Die Wirtschaftsentwicklung in den für Ringier relevanten Ländern in Mittel- und Osteuropa sei 2003 insgesamt gut gewesen.
Basis des Umsatzwachstums waren gemäss Ringier insbesondere die erfolgreichen Stammgeschäfte. So hätten in allen Ländern die auflagenstarken Boulevardtitel ihre Nummer-1-Position im Markt ausbauen können. Namhafte Wachstumsimpulse stammten aber auch von der Lancierung neuer Produkte. Ebenfalls positiv zu Buche schlug der Rückzug des deutschen Medienhaues Gruner + Jahr aus dem osteuropäischen Tageszeitungsgeschäft.
In der Tschechischen Republik kaufte Ringier von Gruner + Jahr die Minderheitsbeteiligung an den Verlags- und Druckunternehmen zurück und wurde Alleinaktionär. In Rumänien konnte der Expres-Verlag mit der Tageszeitung Evenimentul Zilei und angegliederter Druckerei übernommen werden. Gleichzeitig erweiterte sich das Portfolio mit der Übernahme von 74.9 Prozent des Blic-Verlages in Serbien. Die Umsatzanteile der vier Länder, in denen Ringier aktiv ist, liegen in der Tschechischen Republik mit 43.8 Prozent am höchsten, gefolgt von 32.6 Prozent in Ungarn, 15.3 Prozent in Rumänien und 8.3 Prozent in der Slowakei. (ab)

