Der Bundesrat hat Roger Blum für die nächsten vier Jahre zum Präsidenten der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) gewählt. Er tritt die Nachfolge des vor einigen Monaten verstorbenen Denis Barrelet an, wie das UVEK mitteilt.
Roger Blum ist seit 1989 als Professor für Medienwissenschaft an der Universität Bern tätig. Der Historiker und Staatsrechtler hat sich in seinen Forschungen auf politische Kommunikation, Journalistik, Mediengeschichte und Mediensysteme spezialisiert und in diesen Bereichen mehrfach publiziert.
Er war von 1991 bis 2001 Präsident des Presserates und von 1999 bis 2005 Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM). Zudem verfügt der 62-Jährige über eigene journalistische Erfahrungen. Er arbeitete unter anderem als Inlandredaktor und Bundeshauskorrespondent beim Tages-Anzeiger und war dort Mitglied der Chefredaktion.
Die UBI besteht aus neun Personen, die alle vom Bundesrat gewählt werden. Neben Roger Blum sind dies momentan Regula Bähler (Vizepräsidentin), Paolo Caratti, Carine Egger Scholl, Barbara Janom Steiner, Heiner Käppeli, Denis Masmejan, Alice Reichmuth Pfammatter und Claudia Schoch Zeller.

