13.05.2011

Swiss Media Forum

Roger de Weck plädierte für Online-Werbung

"Im Internet wird die SRG früher oder später werben müssen."

Mit Spannung erwarteten die Teilnehmer des Swiss Media Forums die Rede von SRG-Generaldirektor Roger de Weck. Er plädierte für starke eigenständige Schweizer Medien - sowohl im Print- wie auch im elektronischen Bereich. Dies sei keine Selbstverständlichkeit; es stelle sich die Frage, ob dereinst die Mehrheit der hiesigen Medien ausländischen Konzernen gehören werde. Dies sei in Ländern wie etwa Grossbritannien bereits so. Roger de Weck würde es begrüssen, wenn Ringier einen eigenen Unterhaltungssender starten würde, und er gratulierte Dominik Kaiser zum Erfolg mit 3+. Das sichere die Unabhängigkeit des Medienplatzes Schweiz.

"Kleine Länder brauchen einen starken, gebührenfinanzierten Service public", sagte de Weck. Ohne diesen würde man bloss der ausländischen Konkurrenz ein Geschenk machen, die hierzulande bereits 70 Prozent Marktanteil im Fernsehgeschäft habe. Die SRG müsse im Hybrid-TV vorne dabei sein - dies sei die Debatte der Zukunft und werde die aktuelle Diskussion darüber, was die SRG dürfe oder nicht, in einigen Jahren obsolet machen.

Mit klaren Worten verteidigte Roger de Weck den Ausbau des Internetauftritts: "Anachronistisch ist die Vorstellung, man könne der SRG im Internet so viele Steine in den Weg legen. Im Internet wird die SRG früher oder später werben müssen." Die SRG mache ihre Hausaufgaben, 2011 werde man schwarze Zahlen schreiben, falls kein Konjunktureinbruch komme.


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