02.09.2012

Radio1

Roger Schawinski verklagt Arbeitgeber

Grund ist das neue Logo von SRF 1.

Roger Schawinski, Talkmaster bei SF 1 und Besitzer des Zürcher Lokalsenders Radio 1, verklagt Schweizer Radio und Fernsehen, SRF, dies berichtet die SoZ. Grund ist Schawinskis Unzufriedenheit mit den geplanten Logos der Radiosender DRS 1 bis DRS 3, die in SRF 1 bis SRF 3 umbenannt werden. Das Kürzel SRF sei derart klein geraten, dass eine zu grosse Ähnlichkeit zu seinem eigenen Zürcher Lokalsender Radio 1 bestehe.

Vorvergangene Woche haben Schawinskis Anwälte beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum in Bern Widerspruchsklage gegen das Signet aus dem Hause Leutschenbach eingereicht. Schawinski wirft der SRG-Tochter SRF eine Verletzung des Markenschutzrechts zulasten von Radio 1 vor. Es tue ihm wahnsinnig leid, dass er diesen Weg einschlagen müsse, sagt er gegenüber der SonntagsZeitung; "aber die SRG hat als grosse Firma eine grosse Verantwortung, sich korrekt zu verhalten." Der Unternehmer sieht sein jüngstes Werk bedroht. "Ich habe Millionen in die Marke Radio 1 investiert."

Beim Leutschenbach gibt man sich ob des anstehenden Rechtsstreits gelassen. "Seit bald 50 Jahren führt Radio DRS die 1 prominent im Namen", sagt Andrea Hemmi, Leiterin Unternehmenskommunikation bei SRF. Einzig die Abkürzung DRS, die für "deutsche und rätoromanische Schweiz" steht, werde nun durch die Unternehmensmarke SRF ersetzt. "Optisch sehen wir keine Verwechslungsgefahr. Das markante Element bei Radio 1, nur für Erwachsene sind der Ersatz des I durch die 1, der rote Kreis und die blaue Typografie sowie der Zusatz 'nur für Erwachsene'. Bei uns dominiert die 1 im orangen Quadrat über dem Begriff Radio SRF." Schawinski sagt darauf: "Es geht im Namen um die Verbindung von Radio und 1. Die habe ich schützen lassen. Die SRG nicht." (SonntagsZeitung)


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