Am Mittwoch erscheint erstmals das grundlegend überarbeitete "NZZ Campus". Nicht nur das Design hat mehr Farbe bekommen. Das Magazin ist insgesamt verspielter, lebendiger geworden.

Jede Ausgabe wird neu von einem Illustrator mitgestaltet. Den Anfang macht der St. Galler Künstler Beni Bischof: mit doppelseitigen Infografiken, aber auch mit vielen gestalterischen Details. Mit 68 gegenüber zuletzt 52 Seiten ist das Magazin auch umfangreicher geworden. Gedruckt wird es zudem auf voluminöserem Papier.
Neu ist auch die Gliederung: "Wir halten zwar an einem Schwerpunktthema fest, hinzugekommen sind aber klar bezeichnete Themenbereiche, die sich mit Job und Karriere, dem Leben ausserhalb des Hörsaals sowie Hochschulpolitischem aus studentischer Optik beschäftigen", erklärt Ronald Schenkel, Redaktionsleiter von "NZZ Campus" die Neuerungen. Diese Themenbereiche heissen nun - in Anlehnung an die Hochschulterminologie - "Career Services", "Vorlesungsfrei" und "Evaluation". Was ändert sonst noch und warum sind Studenten eine interessante Zielgruppe? Persoenlich.com hat nachgefragt:
Herr Schenkel, warum wurde dieser Relaunch nötig?
Letztmals überarbeitet wurde das Campus-Magazin 2008. Seitdem hat sich Campus inhaltlich weiterentwickelt und die Ansprüche der Redaktion ans Design sind gestiegen. Im Rahmen des alten Formats konnten die Anliegen aber nicht umgesetzt werden. Mit dem neuen Design wollen wir aber auch die Eigenständigkeit von "NZZ Campus" unterstreichen. Unser Magazin soll und darf deutlich anders sein als die NZZ im Auftritt und im Umgang mit den Themen.

Neu wird das Magazin direkt an den Hochschulen verteilt, früher lag es der NZZ-Printausgabe bei.
Das Magazin wurde auch früher schon an den Hochschulen verteilt. Neu wird es zudem den Inhabern eines Studentenabos der NZZ und der "NZZ am Sonntag" zugestellt. Insbesondere für unsere Werbekunden schafft das Vorteile. Inserate im Magazin erreichen die Zielgruppe der Studierenden nun ohne Streuverlust zu einem deutlich günstigeren Tarif.
Warum sind Studenten eine interessante Zielgruppe?
Wir wollen Studierende mit relevanten Informationen zu ihrem Studium und Lebensumfeld begleiten, wie sie es sonst in so konzentrierter Form in der Schweiz nicht finden. Wir sind dabei jenem Qualitätsjournalismus verpflichtet, für den auch die Neue Zürcher Zeitung steht. Die Marke NZZ soll damit für Studierende zu einem Begriff und zu einem Teil ihrer Welt werden.
Wie gross ist die Auflage?
50'000 Exemplare gegenüber 160'000 früher.
Die erste Ausgabe behandelt als Schwerpunkt das Thema "Geld". Können Sie zwei besondere Highlights nennen?
Unser Autor Marco Metzler hat sich an den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten in Zürich und St. Gallen umgeschaut und untersucht, wie stark die Krise in der Ökonomie hinterfragt wird. Obwohl erwiesenermassen die Modelle, mit denen die Ökonomen ihre Prognosen machen, versagt haben, werden sie trotzdem weiter gelehrt (vgl. nzz.ch). Wir werfen überdies einen Blick nach Irland, wo die Studierenden schon lange mit der Krise fertig werden müssen. Wir zeigen aber auch, mit wie viel Geld Schweizer Studierende auskommen müssen.
Ist Ihr Team komplett oder suchen Sie weitere Autoren?
Wir sind eine kleine Redaktion, verfügen aber über einen guten Stamm an freien Autorinnen und Autoren. Zudem können wir auch auf das Korrespondentennetz der NZZ zurückgreifen. Ein Team ist jedoch nie komplett. An guten Schreibern mit Affinität zu unseren Themen sind wir immer interessiert.


"NZZ Campus" wird weiterhin viermal jährlich erscheinen, jeweils zu Beginn und am Ende des Semesters. Zudem ist das Magazin als E-Paper auf nzzcampus.ch abrufbar. Es wird kostenlos angeboten. (eh)

