23.01.2002

comedia

RTVG-Entscheid des Bundesrates begrüsst

"Gut durchdacht und überzeugend".

Die Mediengewerkschaft comedia begrüsst den am Mittwoch bekanntgewordenen Entwurf des Bundesrates zu einem neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) und den damit einhergehenden beabsichtigten Paradigmenwechsel bei der künftigen Regulierung des Rundfunkmarkts (-> News "Neues RTVG: Bundesrat spricht sich für Gebührensplitting beim Regional-TV aus"). Den vorliegenden Entwurf findet comedia "gut durchdacht und überzeugend", wie es in einer Mitteilung heisst. Er werde den Anforderungen an das seit den 90er Jahren auch in der Schweiz geltende duale System gerecht und trage den Besonderheiten der schweizerischen Medienlandschaft Rechnung.

Die grössere Chancengleichheit für private Programmveranstalter durch Vereinfachung der Konzessionierung sowie die asymmetrische Werbefinanzierung hält comedia im dualen System für angemessen und notwendig. Leicht enttäuscht ist die Mediengewerkschaft jedoch über die vom Bundesrat beschlossene Lockerung der bestehenden Werberestriktionen für Alkohol. Hier hätte sich comedia vielmehr die Einführung eines ergänzenden Verbotes von Werbung, die sich ausschliesslich an Kinder richtet, gewünscht, wie sie weiter schreibt.


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