In Deutschland werden ab 2009 die Rundfunkgebühren um 95 Cent auf 17,98 Euro pro Monat angehoben. Das gab die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) am Dienstag bekannt. Davon sollen 5,76 Euro auf die Grundgebühr und 12,22 Euro auf die Fernsehgebühr fallen. Damit bleibt die Kommission laut Medienberichten weit unter den angemeldeten Finanzbedarf der Rundfunkanstalten.
Statt den geforderten 1,8 Milliarden Euro erhält die die ARD in der kommenden Gebührenperiode rund 944 Millionen Euro. Die ZDF bekommt statt 770 rund 524 Millionen Euro. Zwar schätze die KEF den Finanzbedarf der Sender für die Gebührenperiode bis 2012 auch deutlich höher ein -- die Kommission verlange aber Abstriche etwa im Onlinebereich. Gleichzeitig habe man weiteres Sparpotenzial beim Personal festgestellt.
In der Schweiz wurden die letzte Gebührenerhöhung Ende 2006 vollzogen. Damals hat der Bundesrat beschlossen, die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen um 2,5, statt der von der SRG geforderten 6,5 Prozent zu erhöhen. Mit seinem Entscheid anerkannte er zwar einen Mehrbedarf der SRG, allerdings nur von 25 Mio. Franken pro Jahr und nicht von 72 Mio. Franken. Die jährliche Gebühr stieg damit von bisher 450 Franken auf neu 462 Franken, bzw um einen Franken pro Monat.

