10.02.2012

World Press Photo 2011

Samuel Arandas Bild siegt

Prämierte Bilder werden im Mai in Zürich ausgestellt.

Eine Aufnahme aus dem blutigen Machtkampf im Jemen ist am Freitag zum besten Pressefoto des vergangenen Jahres gekürt wurden. Das mit dem World Press Photo Award 2011 ausgezeichnete Foto zeigt eine Frau in schwarzem Vollschleier und weissen Handschuhen, die in ihren Armen einen verletzten Verwandten hält. Das Foto stammt vom Spanier Samuel Aranda. Er hatte es im Oktober vergangenen Jahres in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa in einer Moschee aufgenommen, in der Gegner von Präsident Präsident Ali Abdallah Saleh ein Feldlazarett einrichteten.

"Das Foto steht für die gesamte Region", begründete Jurymitglied Koyo Kouoh in Amsterdam die Auszeichnung im wichtigsten Fotowettbewerb der Welt. "Es präsentiert Jemen, Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien - einfach alles, was während des arabischen Frühlings geschah." Das Besondere an dem Foto sei, dass es in einer bedeutenden Entwicklung "eine private, intime Seite" zeige. Aranda war im Auftrag der "New York Times" im Jemen.

Arandas eindrückliches Bild gewann auch in der Kategorie "People in the News Singles" den ersten Preis. Die internationale 19-köpfige Jury prämierte die besten Werke in neun Kategorien aus 101'254 Vorschlägen, eingereicht von 5'247 Fotografen aus 124 Ländern. Die Wanderausstellung mit den prämierten Werken gastiert in rund 100 Städten in weltweit 45 Ländern. Keystone holt zusammen mit den Leading Partnern Canon, Baumann & Cie, Banquiers sowie den Medienpartnern "persönlich", "NZZ am Sonntag" und "Du" die Ausstellung World Press Photo bereits zum fünften Mal nach Zürich - als eine der ersten Stationen der weltweiten Tournee. Vom 4. bis 28. Mai 2012 sind die prämierten Bilder des Jahres 2011 im Papiersaal in Sihlcity, Zürich der Öffentlichkeit zugänglich. (sda/afp/pd)


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