08.01.2008

Blick.ch

Schädliche Werbebanner aufgeschaltet

Blogger entdeckten Spyware.

Die Tageszeitung "Blick" hat vergangene Woche auf ihrer Website Flash-Banner mit bösartigem Inhalt ausgeliefert. Dass die Werbemittel mit Spyware versehen waren, bemerkte Ringier erst fünf Tage nach deren Aufschaltung. Die Banner wurden daraufhin umgehend entfernt, wie Ringier-Sprecher Marco Castellaneta auf Anfrage von "persoenlich.com" erklärt. Auf das Problem aufmerksam gemacht hatte der Blog "Spyware Sucks".

Auch andere Online-Beobachter hatten die "Malware"-Banner indessen bemerkt. Wie Blogging Tom schreibt, habe der Werbeauftraggeber gemäss "Trend Micro" über die Werbebanner versucht, Trojaner auf dem Computer der Anwender zu installieren. Weiter habe er beabsichtigt über die schädlichen Werbebanner auf den Rechnern der User eine nutzlose Software einzupflanzen, welche "Fehlalarme über entdeckte Schädlinge produzierte und die vermeintlichen Funde erst nach einer Zahlung der Registrierungsgebühr" entferne. Von den schädlichen Bannern betroffen war dabei nicht nur blick.ch, auch auf Myspace und Excite.com waren die Werbemittel unlängst zu sehen.

Castellaneta betonte gegenüber "persoenlich.com", man habe die bösartigen Werbemittel wie bei jeder Kampagne vor der Aufschaltung geprüft, während der Laufzeit seien überdies Stichproben gemacht worden. Das Problem sei jedoch, dass die Werbebanner durch den Auftraggeber auf seinem Server jederzeit temporär und ohne das Wissen von Ringier auf eine andere Zieladresse umgeleitet werden können. Castellaneta: "Solche Aktionen sind leider durch uns nicht abzuwenden". Der Sprecher machte keine Angaben darüber, wie häufig der bösartige Banner aufgerufen wurde.

Screenshot des boshaften Flash-Banners. (Quelle: Spyware Sucks)


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