Die Südostschweiz Mediengruppe will sich künftig auf die die vier Medien- und Druckereistandorte Glarus, Chur, Davos und Samedan/St.Moritz konzentrieren. Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument bestätigte auf Anfrage von "persoenlich.com" zumindest teilweise eine Meldung des "Bündner Anzeigers". Im Zuge der Umstrukturierungen kommt es auch zu einem Stellenabbau.
Nach Angaben Lebruments wurden bereits per Ende November zehn Entlassungen ausgesprochen, dazu kommen noch zwei weitere Kündigungen per Ende Februar. Weitere allfällige Stellenreduktionen sollen mit üblichen Abgängen ersetzt werden. "Wir gehen davon aus, dass es keine weiteren Entlassungen geben wird, erklärt Lebrument auf Anfrage von "persoenlich.com".
Von der Umstrukturierung betroffen sind die Druckereistandorte Samedan, Bonaduz, Arosa und Maienfeld. Im Widerspruch zu den Angaben des "Bündner Anzeigers" betont Lebrument jedoch, dass nicht alle Standorte nicht geschlossen würden. So werde der Standort Bonaduz mit grosser Wahrscheinlichkeit für den Buchvertrieb weitergeführt. Der "Bündner Anzeiger" hatte berichtet, dass das Ende der Druckerei bereits Ende März erfolge.
Abgestossen wird die Druckerei Arosa. Der bisherige Geschäftsführer wird Inhaber der Firma. Bis Ende Jahr aufgegeben wird überdies die Druckerei in Maienfeld. In Samedan, wo es im vergangenen November zu zehn Entlassungen gekommen war, wird laut Angaben des "Bündner Anzeigers" ebenfalls der Druckereibetrieb eingestellt. Verlag und Redaktion ("Engadiner Wochenzeitung", "Südostschweiz" und Ediziun Engiadina) bleiben indessen bestehen, während die Produktion nach St. Moritz verlagert wird. Ob die Kleindruckerei in Maienfeld bestehen bleibt, sei derzeit noch unklar. Sicher jedoch sei, dass sie noch bis Ende Jahr weitergeführt werde.
Laut Lebrument erfolgt die Konzentration der Druckereistandorte, um die Rentabilität der Südostschweiz Print zu erhöhen. Erst vor kurzem hatte der Leiter von Südostschweiz Print das Unternehmen verlassen. Er übernimmt am 1. März das Ressort Verkauf und Marketing des "Bündner Anzeigers", einer der spärlichen Publikationen, die nicht zum Medienunternehmen von Hanspeter Lebrument gehören.

