Während der Euro 2008 hat die Schweizer Bevölkerung im Schnitt rund zehn Stunden Live-Fussball geschaut. Während die Männer auf durschnittlich 11,4 Stunden kamen, guckten die Frauen 8,3 Stunden.
91,6 Prozent aller in der Schweiz wohnhaften Personen haben mindestens einmal in eine Live-Übertragung eines Spiels der Fussball-Europameisterschaft reingeschaut, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erfassung von Publicata Data zu entnehmen ist. Dies entspricht 6,4 Millionen Personen.
Für die Bevölkerung in der Deutschschweiz war SF zwei für die Fussballspiele erste Wahl. Im Schnitt wurden die Live-Spiele hier von 976'000 Personen geschaut. Die Matches auf ARD, ZDF und ORF1 lockten durschnittlich 118'000, 120'000 respektive 30'000 Zuschauer aus der Deutschschweiz an.
Der Marktanteil von SF zwei lag im Schnitt bei 51,9 Prozent. Die Sender ARD, ZDF und ORF1 kamen auf 6,6, 6,7 respektive 1,7 Prozent. Während das Durchschnittsalter auf SF zwei bei knapp 46 Jahren lag, schalteten ältere Zuschauer auf die ausländischen Sender. Da lag das Durchnschnittsalter zwischen 50 und 53 Jahren.
Mit 1,65 Millionen Zuschauern war Schweiz-Türkei der Match, bei dem gemäss Publica Data am meisten TV-Zuschauer in der Deutschschweiz den Sender SF zwei eingeschaltet hatten. Den höchsten Marktanteil auf SF zwei erreichte Schweiz-Tschechien mit 79,2 Prozent. Bei diesem Spiel war auch der Frauenanteil am höchsten.
Auch in der welschen Schweiz lagen die hiesigen Sender vorn: TSR1 kam auf einen Marktanteil von 55 Prozent, TSR2 auf einen von 42,9 Prozent. Die französischen Stationen TF1 und M6 erreichten 11,8 beziehungsweise 9,6 Prozent. Das Durschnittsalter bewegte sich auf allen vier Sendern zwischen 45,1 (M6) und 48,8 Jahren (TSR1).
Auf TSR1 war Deutschland-Spanien der Zuschauerhit, auf TSR2 Schweiz-Türkei, wie Publica Data weiter mitteilte. Für die Spiele Frankreich-Holland und Frankreich-Italien wechselten am meisten Romands auf die französischen Sender. Die Tessiner Zuschauer bevorzugten ebenfalls das Heimfernsehen: Der Marktanteil von TSI2 belief sich auf 39 Prozent. RAI1 und RAI2 kamen auf durschnittlich 13,9 und 5,3 Prozent. (sda)

