18.06.2004

Weltwoche

Simon Heussers zukünftige Pläne

Mehr Frauen -- weiterhin Mörgeli -- mehr eingekaufte englische Texte.

Der neue Chefredaktor der Weltwoche, Simon Heusser, hat gegenüber Klartext seine zukünftigen Pläne für das Wochenblatt erläutert. Als eine wichtige Änderung will der neue Mann mehr Frauen in die Redaktion holen, die heute knapp einen Fünftel der Man(n)schaft stellen. Heusser: "Die Diskussionen laufen einfach anders, wenn nicht nur reine Männerrunden über Themen und Ansätze debattieren. Und dies merkt man einem Blatt an."

Es soll auch zu inhaltlichen Änderungen kommen. Der Wirtschaftsteil des Blattes wird ausgebaut; dafür soll der Rückkehrer Alain Zucker bürgen. Daneben soll es auch andere Kolumnen und Rubriken geben. Vor allem soll aber der Kulturteil unter Christian Seiler verändert werden -- weg von der "Rezessions-Kultur", hin zu einem Feuilleton, das ins ganze Blatt strahlt. Seiler unterstreicht diesen Kurs: "Die Weltwoche ist eine Autorenzeitung; wir wollen noch mehr Meinungen von massgeblichen Intellektuellen präsentieren, ungeachtet ihrer politischen Position."

Christoph Mörgelis umstrittene Kolumne soll vor der Hand weiter erscheinen. Der Chef-Redaktor will jedoch vermehrt den Blick aufs Ausland richten und dabei die Schweizer Debatten im internationalen Kontxt orten. Eine mögliche Frage in diesem Zusammenhang wäre zum Beispiel: Wie geht Dänemark mit der Reform seines Sozialversicherungs-Systems um und was für Denkanstösse kann die Schweiz davon gewinnen?


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