Die Universität Zürich soll auch die letzten geheimen Passagen in ihrem Sponsoringvertrag mit der UBS offenlegen. Dies fordern zwei Journalisten der "Wochenzeitung" ("WOZ") und der Schweizer Ausgabe der "Zeit".
Die Rekurskommission der Zürcher Hochschulen (Reko) hatte im Oktober entschieden, die Uni habe den Sponsoringvertrag weitestgehend offenzulegen. Ausgenommen waren Passagen, die noch einen gewissen Verhandlungsspielraum offen liessen. Das Interesse der Vertragspartner, in laufenden Verhandlungen nicht durch eine Offenlegung behindert zu werden, werde gesetzlich geschützt.
Die beiden Journalisten, welche die Offenlegung verlangt hatten, sind mit dieser teilweisen Offenlegung nicht zufrieden. Gegenüber dem "Regionaljournal" von Radio SRF sagte einer von ihnen am Dienstagabend, die Angelegenheit werde an Zürcher Verwaltungsgericht weitergezogen. Die Universität ihrerseits verzichtet laut Sprecher Beat Müller auf einen Weiterzug.
Die UBS finanziert mit 100 Millionen Franken den Ausbau der Forschung in den Wirtschaftswissenschaften. Als dies die Uni im April 2012 bekannt gab, verlangten die Wochenzeitungen "WOZ" und die Schweizer Ausgabe der "Zeit", den Vertrag einzusehen. Sie stützten sich dabei auf das Öffentlichkeitsprinzip. Die Uni wies das Begehren ab. Daraufhin wurde die Reko eingeschaltet. (sda)
20.11.2013
Universität Zürich
Soll UBS-Sponsoringvertrag vollständig offenlegen
Journalisten von "WOZ" und "Die Zeit" ziehen Fall ans Verwaltungsgericht weiter.
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