17.12.2012

Regionale Sender

Sollen landesweit empfangen werden

Fernsehsender begrüssen Teilrevision der Verordnung.

Regionale Fernsehprogramme sollen künftig auch landesweit und ausserhalb ihrer Konzessionsgebiete digital über Kabel oder Internet empfangen werden können. Die Fernsehsender begrüssen die geplante Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung.

Heute dürfen regionale Fernsehsender, die über eine Konzession mit Service- public-Auftrag verfügen, grundsätzlich nur in ihrem Versorgungsgebiet senden. Für Anbieter von Internetfernsehen und Kabelnetzbetreiber ist diese Beschränkung nur mit unverhältnismässigem Aufwand einzuhalten, wenn sie ihr Angebot unverschlüsselt verbreiten möchten. Dazu wären nach Angaben des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) umfangreiche technische Massnahmen nötig.

Die Teilrevision der Radio- und Fernsehverordnung, deren Anhörung am Montag zu Ende ging, soll dieser technischen Entwicklung Rechnung tragen. Regionale Fernsehstationen bleiben jedoch verpflichtet, sich inhaltlich auf ihr Gebiet auszurichten. Damit will das Bundesamt das Risiko minimieren, dass regionale Sender das Werbepotential benachbarter Stationen negativ beeinflussen.

Schritt ist ein positives Signal

Der Verband Schweizer Regional Fernsehen begrüsst den Schritt. "Es handelt sich um eine überaus positives Signal", sagte Christophe Rasch, Vizepräsident von Telesuisse, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Damit würden die Programminhalte nicht mehr auf das Versorgungsgebiet beschränkt. Noch einen Schritt weiter geht der Direktor der Fernsehsender Tele Bärn und Tele M1. Die Aufhebung sei eine "existenzielle Änderung zugunsten der Beteiligung der regionalen Sender an der neuen digitalen Welt", sagte Marc Friedli. (sda)


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