11.07.2002

SonntagsBlick-Chef nimmt den Hut

Mathias Nolte (49), Chefredaktor des SonntagsBlick, tritt per sofort zurück. Grund für diesen Schritt sei das belastete Vertrauensverhältnis zwischen ihm und der Ringier Konzernleitung als Folge der Borer-Affäre, wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst. Bernhard Weissberg, Leiter Konzernbereich Zeitungen und vormaliger Chefredaktor des SonntagsBlick, übernimmt interimistisch.

Mit seinem Rücktritt wolle er weiteren Schaden vom Unternehmen abwenden und den Weg zu einem Neustart beim SonntagsBlick freimachen, sagte Nolte, der aus dem Ringier Verlag ausscheidet. Die interimistische Führung der Redaktion des SonntagsBlick übernimmt ab heute Bernhard Weissberg (42), Leiter Konzernbereich Zeitungen und vormaliger Chefredaktor des SonntagsBlick. Auch Alexandra Würzbach, die Berliner Korrespondentin von Ringier, hat von sich aus um Entlassung aus ihrem Vertrag gebeten. Sie wolle damit wie Nolte einen Beitrag zur Entspannung der gegenwärtigen Situation leisten. Sie wird gegen die von Frau Rowe erhobenen Vorwürfe vorgehen und hat diesbezüglich bereits eine einstweilige Verfügung erlangt.

Das Landgericht Berlin hat Rowe per einstweiliger Verfügung verboten, die Behauptungen zu wiederholen, sie sei von Würzbach und von Verleger Michael Ringier unter Druck gesetzt worden, die Sexstory mit Borer zu erzählen, und man habe ihr viel Geld angeboten. Sollte Rowe sich nicht an die einstweilige Verfügung halten, drohen ihr ein Ordnungsgeld von bis zu 250’000 Euro (CHF 367’500) oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten. Die einstweilige Verfügung wurde von Ringier in dreifacher Ausführung eingereicht; nämlich im Namen von Michael Ringier, von Alexandra Würzbach und dem Ringier Verlag.

Nacktbilder widerrechtlich abfotografiert


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