05.07.2013

Zeitschriften

"Spiegel" Co. kosten in der Schweiz 50 Prozent mehr

Tessiner und Westschweizer müssen noch mehr Geld locker machen.
Zeitschriften: "Spiegel" Co. kosten in der Schweiz 50 Prozent mehr

Für ausländische Zeitschriften müssen die Leser und Leserinnen in der Schweiz noch immer deutlich tiefer in die Tasche greifen als im Ausland: Im Schnitt zahlen sie für eine Zeitschrift etwa die Hälfte mehr als in Deutschland. Ein Warenkorb von identischen Zeitschriften kostet in der Schweiz durchschnittlich 53 Prozent mehr als in Deutschland und 39 Prozent mehr als in Österreich. Das zeigt ein Preisvergleich von 124 Zeitschriften, den die Konsumentenschutz-Organisationen der deutschen, französischen und italienischen Schweiz im Juni durchgeführt haben, wie sie am Freitag mitteilten.

Im Tessin beträgt die Preisdifferenz 57 Prozent
Besonders hart trifft es das Tessin: In der italienischen Schweiz kosten die Zeitschriften durchschnittlich mehr als doppelt so viel als in Italien (+109 Prozent). Gegenüber Frankreich beträgt die Preisdifferenz bei den Zeitschriften 57 Prozent.

Alle im Vergleich berücksichtigen Zeitschriften seien mindestens 20 Prozent teurer als im Ausland, heisst es im Communiqué. Besonders teuer im Vergleich zu Deutschland sind "Bravo" (+73 Prozent), "Auto Bild" (+67 Prozent) und "Mountainbike" (+66 Prozent).

Die kleinsten Preisunterschiede finden sich bei "Psychologie Heute", "Monopol" und "Madame". Diese kosten zwischen 30 und 35 Prozent mehr als in Deutschland.

Grösste Preisunterschied bei "Grazia"
In der Westschweiz müssen die Leser von "Cosmopolitan", "L'Officiel Voyage" und "Voici" deutlich mehr Geld auf den Tisch legen, wenn sie diese Zeitschriften in der Schweiz kaufen. Die drei Zeitschriften sind zwischen 89 und 123 Prozent teurer als in Frankreich.

Der grösste Preisunterschied überhaupt besteht bei der Zeitschrift "Grazia". In Italien kostet diese 1 Euro, in der Schweiz 4.50 Franken und damit mehr als zweieinhalb mal so viel.

Leichter Anstieg

Seit dem letzten Vergleich im Januar sind die Preisunterschiede leicht angestiegen. Da der Warenkorb beim jüngsten Vergleich erweitert wurde, lassen sich die Prozentzahlen nicht direkt vergleichen. Bei den 84 Zeitschriften, die bei der letzten Erhebung bereits untersucht wurden, stiegen die Preise in der Schweiz aber um 0,84 Prozent, wie die Konsumentenschutzorganisationen mitteilten. Nur zwei Zeitschriften wurden seit Januar günstiger, neun wurden teurer. (sda)

  


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