Die in den 90-er Jahren eingeleitete Politik der Schwerpunktbildung wird fortgesetzt. Im Interesse programmlicher und betrieblicher Verbesserungen werden die einzelnen Programme und Abteilungen weitgehend an einem Ort zusammengelegt. 70 der rund 600 Stellen werden verschoben. Auf eine Teilkonzentration von SR DRS, sei es in Zürich oder in Bern, wird jedoch verzichtet. Der Regionalratsausschuss gebe mit diesem Entscheid grünes Licht für eine programmlich und betriebswirtschaftlich überzeugende Standortpolitik und unterstreiche die grosse Bedeutung einer breiten föderalistischen Abstützung von SR DRS in der gesamten Sprachregion, so das Fazit, das am Dienstagmorgen an einer Medienkonferenz in Bern von Hans Fünfschilling, Präsident der "SRG idée suisse Deutschschweiz", kommuniziert wurde.
'Status quo plus' Schwerpunktbildung in drei Hauptstudios
"Status quo plus" bringt eine Optimierung der heutigen Studiostruktur unter Beibehaltung von drei Hauptstudios in Zürich, Bern und Basel. An jedem drei Hauptstandorte soll mindestens eine Programmkette oder Programmabteilung domiziliert sein. In diesem Rahmen werden Organisation und Arbeitsabläufe weiter optimiert und vernetzt. Im Interesse programmlicher und betrieblicher Verbesserungen werden alle Redaktionen der einzelnen Programme mit ihren Stammredaktionen zusammengelegt. Bis auf wenige Stellen werden DRS1 und DRS3 sowie die "Musigwälle 531" in Zürich angesiedelt, DRS2 und virus in Basel und die Information und die Online-Redaktion in Bern. Insgesamt bringt dies eine Dislokation von 70 der gut 600 Stellen oder von 120 der rund 950 Mitarbeitenden mit sich.
In Zürich werden die notwendigen Investitionen am angestammten Studiostandort realisiert. In Bern, wo die räumlichen Verhältnisse im heutigen Studio keine Verbesserungen mehr zulassen, wird eine Lösung im Rahmen eines Neubaus in Bahnhofsnähe gesucht. In Basel, wo das Studio perifer liegt und ebenfalls wenig Entwicklungsspielraum lässt, wäre man für eine zukunftsweisende Lösung an einem zentralen Standort offen. Parallel zur Schwerpunktbildung wird die Politik der verstärkten Regionalisierung weitergeführt. Insbesondere in den Regionen Graubünden, Tessin und Westschweiz soll die Präsenz von SR DRS verstärkt werden.
Investitionen mit Spareffekt

