Die Brandkatastrophe in Crans-Montana am 1. Januar mit 40 Toten und 116 teils Schwerverletzten hat die Schweizer Medienlandschaft vor grosse Herausforderungen gestellt. Rund 200 Journalisten aus aller Welt reisten ins Walliser Alpendorf. Nach der anfänglichen Betroffenheit stellt sich nun die Frage: Wie sind die Medien mit dieser Katastrophe umgegangen?
Christian Beck berichtet in der neusten Podcastfolge von teilweise fragwürdigem Verhalten vor Ort: «Ein Journalist hat zusammen mit einem Angehörigen auf eine Spitalstation vordringen wollen.» Das erinnere an das Jahr 2012, als Journalisten in weissen Kitteln in ein Spital eingedrungen seien. Matthias Ackeret erklärt: «Die Journalisten stehen natürlich unter Druck.»
Kritik gab es am Zeitpunkt der ersten SRF-Sondersendung: Während BBC bereits um 9 Uhr live vor Ort war, kam SRF erst um 13.45 Uhr. Ackeret lobt trotzdem: «SRF hat meiner Meinung nach einen guten Job gemacht.» Beck ergänzt: Nik Hartmann habe die Spezialsendung am Sonntagabend sehr gut moderiert.
Auch ein Thema im Podcast: CH Media fiel auf einen falschen Gianni Infantino herein. Der Mann gab sich als Fifa-Präsident aus – während der echte Infantino beim Afrika Cup in Marokko war (persoenlich.com berichtete).
Die neuste Podcastfolge wurde am Dienstag in den Redaktionsräumen der persönlich Verlags AG in Zürich-Wiedikon aufgezeichnet. Der persoenlich.com-Podcast erscheint wöchentlich immer am Dienstag und ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcastplattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar. In Zweierkonstellation diskutiert die Redaktion über aktuelle Themen und Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. (cbe)

