17.11.2017

No Billag

SRF-Mitarbeiter muss sich entschuldigen

Sportkommentator Stefan Hofmänner hat einer Person vorgeworfen, gar nie bei SRF gearbeitet zu haben. Diese hatte zuvor auf Facebook gegen das Schweizer Fernsehen gewettert. Nun ist klar: Hofmänner hat sich geirrt.
No Billag: SRF-Mitarbeiter muss sich entschuldigen
Stefan Hofmänner, SRF-Sportkommentator: «Ich habe einen Fehler gemacht.» (Bild: SRF/Valeriano Di Domenico)

Es sah zunächst so aus, als sei C.S. (Name der Redaktion bekannt) eine Fantasiefigur. Auf Facebook schrieb sie, sie sei früher bei SRF angestellt gewesen – habe dabei wenig gearbeitet und viel verdient. SRF-Sportkommentator Stefan Hofmänner reagierte darauf mit einem eigenen Post und «enthüllte»: «Eine C.S. hat nie bei SRF gearbeitet» (persoenlich.com berichtete).

Hofmänner hat sich geirrt. «Mitarbeitende von SRF haben auf ihren privaten Social-Media-Accounts Vorwürfe erhoben, die nicht stimmen», sagt SRF-Mediensprecher Stefan Wyss. Die besagte Person sei vor mehreren Jahren einige Zeit für SRF tätig gewesen. «SRF hat mit der ehemaligen Angestellten umgehend Kontakt aufgenommen und sich für das Vorgehen der Mitarbeitenden entschuldigt. Das Vorgehen der Mitarbeitenden war in keiner Weise angemessen oder erwünscht.»

Auch Hofmänner entschuldigt sich für seinen Fauxpas. «Ich habe einen Fehler gemacht, und das tut mir ausserordentlich leid», so Hofmänner in einer am Freitagmorgen verschickten Stellungnahme. «Ich habe zu wenig genau abgeklärt, ob eine ehemalige Mitarbeitende tatsächlich bei uns gearbeitet hat. So ein Fehler darf einem routinierten Journalisten unter keinen Umständen unterlaufen.» Damit die Falschinformation nicht weiterverbreitet werde, habe er den entsprechenden Post auf Facebook gelöscht.

Möglicherweise ist der Recherchefehler deshalb passiert, weil Hofmänner den Nachnamen der ehemaligen SRF-Mitarbeiterin konsequent nicht ganz richtig geschrieben hatte – mit einem Buchstaben zuviel. (cbe)


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KOMMENTARE

Fabio Dreyer
17.11.2017 16:35 Uhr
Urs Obrist - da Sie offenkundig über so eine grandiose unternehmerische Expertise verfügen: Welches Unternehmen, gerade aus der freien Marktwirtschaft, würde das Wegbrechen eines so hohen Einnahmenanteils denn überstehen? Ignoriert man diese Laienrechnerei, bleibt immer noch die Heiligsprechung der freien Marktwirtschaft: Dass diese auch nicht immer die optimale Lösung bietet, gerade wenn es um die Übernahme vormals staatlich finanzierter Aufgaben geht, dafür gibt es mehr als genug Beispiele.
Urs Obrist
17.11.2017 16:11 Uhr
Da wird beidseitig mit harten Bandagen gekämpft. Und anscheinend auch mit unfairer Argumentation. Doch manchmal geht der Schuss eben nach hinten los. Gut so! Gehr in dieselbe Richtung wie die Behauptung, dass wenn NoBillag angenommen wird, die SRG stirbt. Da muss ja ein extrem unfähiges Management am Ruder sein. Gut gibt es daneben noch die freie Marktwirtschaft...
Daniel Hitzig
17.11.2017 11:46 Uhr
Und diese Meldung ist "Persönlich" ein BREAKING NEWS wert? Die Stimmungsmache treibt schon merkwürdige Blüten. Gaats no?
Fabio Dreyer
17.11.2017 11:18 Uhr
Über den sicherlich unglücklichen Fehler hinaus störe ich mich an der unreflektierten Kritik am Ex-Arbeitgeber. Daran, viel zu verdienen und wenig zu arbeiten, kann jeder ambitionierte Mensch selbst etwas ändern.
Andy Fischer
17.11.2017 10:44 Uhr
Blöder Fehler, klar. Aber hätte auch mir passieren können. Ist ja auch nicht gerade die feine Art, wenn faule Ex-Mitarbeiterinnen so über ihre ehemalige Arbeitgeberin lästern. Und das in der aktuell heiklen Situation.
Luca Weilenmann
17.11.2017 10:27 Uhr
Den Facebook-Post löschen reicht? Warum kriegt er für eine derartige Verfehlung keine Verwarnung?
Giuseppe Scaglione
17.11.2017 10:23 Uhr
Das ist jetzt aber nicht wahr, oder? Fake News mit Fake News? Peinlicher geht's wohl nicht mehr. Ich denke gerade an alle Berufsempörten, die den Post einfach weiterverbreitet haben...
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