Mehr Frauen in Führungspositionen, Lohngleichheit oder das Ende von sexistischer Berichterstattung in den Medien: Im Vorfeld des Frauenstreiks am 14. Juni formulieren Journalistinnen und auch Journalisten in den Sozialen Medien unter «Medienfrauenstreik» ihre Forderungen und Wünsche. «Unsere Journalistinnen sollen am Streik teilnehmen! Die Männer übernehmen bei ‹Nau› am 14. Juni», schreibt zum Beispiel «Nau»-Chefredaktor Micha Zbinden (persoenlich.com berichtete).
Auch die Schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft (SRG) hat laut dem «SonntagsBlick» eine Regelung für den Umgang mit dem Frauenstreik formuliert. In einem internen Dokument äussert die SRG demnach Verständnis dafür, wenn Mitarbeitende streiken wollen. Aber: «Die Teilnahme an der Veranstaltung gilt nicht als Arbeitszeit», zitiert der SoBli Piero Cereghetti, Leiter Human Resources bei der SRG. Die Frauen müssten frühzeitig freinehmen oder die Abwesenheit kompensieren. «Vor allem im Programm dürfen unsere Leistungen nicht vom Streik tangiert werden – in Zweifelsfällen oder bei Terminkollisionen haben die Bedürfnisse des Unternehmens Vorrang», heisse es weiter.
Um die Teilnahme am Frauenstreik zu ermöglichen, ruft die SRG auf, am 14. Juni bewusst so wenige Sitzungen wie möglich einzuplanen. «Ab 15.30 Uhr sollten gar keine Sitzungen mehr stattfinden, ausser sie sind fürs Programm absolut notwendig», so Cereghetti laut SoBli. Man müsse als öffentliches Medienhaus ein Vorbild sein, wenn es darum gehe, die Gleichstellung auf allen Ebenen zu verwirklichen. (wid)

